Als Nachfolger der ältesten Waffen der Welt gibt es heute verschiedene Varianten von Schlagstöcken. Diese unterscheiden sich zwar in Form, Größe und Gewicht, aber die Grundsätze der Anwendung sind überall gleich. Wir wollen Euch hier kurz die wichtigsten Details erläutern.

Schlagstock

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Ausführungen eines Schlagstocks

Die einfachen Ausführungen haben eine stabähnliche Form und sind meist am Griff ein wenig dünner, als am der Spitze. Diese einfachen „Knüppel“ sehen aus wie kleinere Ausführungen eines Baseballschlägers, sind jedoch aus Plastik. Die Spitze ist hier meist etwas beschwert, um die Wirkung zu erhöhen. Zum Zuschlagen funktioniert diese Variante sehr gut, zum Abblocken ist sie nur mäßig geeignet.

  • Der häufig bei der Polizei eingesetzte Schlagstock, auch Tonfa genannt, ist ein gerader Schlagstock mit einem rechtwinklig angesetztem Griff. Der separate Griff ermöglicht viel mehr Schlagtechniken und Winkel als ein normaler Knüppel. Diese Variante eignet sich aufgrund des Griffes außerdem sehr gut, um Angriffe stumpfer Gegenstände abzublocken.
  • Ein Teleskopschlagstock ist ein dünner, ausziehbarer Schlagstock, welcher meist aus zwei oder drei Segmenten besteht. Im eingefahrenen Zustand ist er in der Regel kürzer als 30 Zentimeter und kann somit besser versteckt werden. Er kommt in vielen Ländern, besonders bei der Polizei, zur Anwendung.
  • Totschläger oder Stahlruten, also biegsame Gegenstände mit einem beschwerten Ende, sind ebenfalls in verschiedenen Online-Shops erhältlich, gehören in Deutschland allerdings nach WaffG Anlage 2, Abschnitt 1, 1.3.2 zu den verbotenen Waffen. Beachtet das, da Ihr bereits mit dem Besitz einen Verstoß gegen das Waffengesetz begeht.

Ist ein Schlagstock legal?

Der Erwerb und Besitz von Schlagstöcken, ausgenommen Totschläger und Stahlruten, ist in Deutschland legal. Das öffentliche Führen ohne berechtigtes Interesse (bspw. Berufsausübung – nicht aber zur Selbstverteidigung) jedoch ist nach §42a WaffG verboten. Warum es sich beim Schlagstock um eine Hieb- und Stoßwaffe handelt, erklärt sich wohl, anhand des Namens, von selbst. Das Lagern im Auto zählt als Führen und ist somit strafbar. Ihr könnt den Schlagstock nur mitführen, wenn er sich in einem verschließbaren Koffer befindet. Das bloße Lagern im Kofferraum wird ebenfalls als „Führen“ verstanden und kann bei einer Polizeikontrolle zu Schwierigkeiten führen.

Benutzung und Anforderungen

Die Länge und das Gewicht des Schlagstocks sind dazu gemacht, die eigens aufgebrachte Schlagkraft durch Hebelwirkung zu verstärken, außerdem können alle Stellen des Stocks zum Stoßen genutzt werden.
Die Benutzung erfordert allerdings einen gewissen Anteil an eigener Kraft, wodurch die Nutzung eines Schlagstockes nur für Personen mit einer gewissen Grundfitness geeignet ist.

  • Der Tonfa bietet außerdem die Möglichkeit, durch Einklappen des Stocks als verstärkter Unterarm zu fungieren. Diese Technik wird beispielsweise genutzt, um gegnerischen Angriffen zu begegnen. Auf diese Art können Schläge mit deutlich größeren Gegenständen ohne ernsten Schaden abgeblockt werden.
  • Am effektivsten wird der Schlagstock gegen einzelne Angreifer eingesetzt, da es eine umfangreiche Ausbildung erfordert, Euch mit einer stumpfen Nahkampfwaffe ganzen Gruppen von Angreifern zu stellen.
  • Jedoch benötigt auch die Abwehr einer einzelnen Person einen gewissen Grad an Übung. Holt Euch am besten professionelle Hilfe in Form eines Kurses, da Ihr Euch ansonsten in einer Notsituation auf eine Selbstverteidigungswaffe verlasst, mit der Ihr möglicherweise nicht umgehen könnt.

Gefahren beim Einsatz

Wie immer gilt: Waffenbenutzung gegen Menschen wird in aller Regel als gefährliche Körperverletzung ausgelegt. Benutzt den Schlagstock nur im Rahmen der Notwehr.

Die größte Gefahr besteht in der Verletzung des Gegners. Besonders Personen, die selbst schon genug Kraft aufbringen, laufen mit einem Schlagstock Gefahr, tödliche Verletzungen zuzufügen. Mit Kopftreffern solltet Ihr Euch generell zurückhalten, aber auch im Torso könnt Ihr eine Menge zerstören. Innere Blutungen in Magen, Nieren oder Gedärmen sind keinesfalls ausgeschlossen. Eine weitere Gefahr bei unsachgemäßer Handhabung ist die Entwaffnung durch den Angreifer. Bei Selbstverteidigungskursen oder in verschiedenen Kampfsportarten könnt Ihr erlernen, wie man mit Nahkampfwaffen schnell, treffsicher und vor allem dosiert zuschlägt.

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