Kickboxen: Hintergründe, Übungen und Tipps

Kickboxen gehört zu einer der wenigen Kampfsportarten, die nicht in Fernost gegründet wurde, der Ursprung liegt jedoch klar in Asien. In unserem Kickboxing Wiki erfahrt ihr viele Hintergrundinformationen rund um Kickboxen, was es ausmacht, wie ein Training abläuft, welche Verbände es gibt und vieles mehr.

Kickboxen: Alles über die Kampfsportart

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Das moderne „Kickboxing“ besteht, wie der Name schon sagt (Kick = Tritt, Boxing = das Boxen), aus einer Kombination von Tritt und Schlagtechniken und wurde direkt als Wettkampfdisziplin geschaffen. Der Unterschied zu den asiatischen Kampfsportarten ist, dass Würfe gänzlich verboten sind.




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Abgrenzung zu anderen Stilrichtungen

Kickboxen hat ein paar wesentliche Unterschiede zu anderen Stilrichtungen, die mit Fußtritten und Faustschlägen geführt werden. Prägend sind die Folgenden:

  • Äußerlich sind die Kickboxer auf den ersten Blick von „herkömmlichen“ Boxern zu unterscheiden, da Fußschützer tragen. Diese werden, aufgrund des Verbots von Fußtechniken, im normalen Boxen nicht gebraucht.
  • Die Ähnlichkeiten mit dem Muay Thai (Thai-Boxen) können schon deutlich schneller zu Verwechslungen führen, weil diese beiden Sportarten auf manchen Internetseiten zu einer Einzigen verschmelzen. Deutsche Vereine fassen diese auch sehr gern zusammen.
  • Den Unterschied könnt Ihr dadurch sehen, dass Thai-Boxer keine Fußschützer benutzen, sondern höchstens Bandagen. Auch in den regelkonformen Techniken gibt es gravierende Unterschiede, wobei die im Muay Thai erlaubten Schienbeintritte und Kniestöße deutlich gefährlicher sind als die Techniken im Kickboxen.
  • Eine weitere Sportart, bei der die Gefahr der Verwechslung besteht, ist das Shootboxen, welches zum Teil direkt aus dem Kickboxen entstand, was die fast schon verblüffende Ähnlichkeit erklärt. Hier sind allerdings Würfe und Aufgabegriffe erlaubt.

Kickboxen ist durch verschiedene Filme (Bloodsport, Karate Tiger 3 und weitere) als rücksichtslose und lebensgefährliche Sportart bekannt. Den Wahrheitsgehalt dieser Tatsache, sowie weitere Details zur Kickboxen Entstehung, den Techniken, dem Training und den Wettkämpfen wollen wir in dieser Kickboxen Wiki beleuchten.

Stilunterschiede im Kickboxen

Auch wenn es keine speziellen Kickboxen Stile gibt, unterscheiden sich die Regelwerke der Verbände doch in einigen Punkten, wie zum Beispiel bei der Verwendung Fußfegern oder Tritten gegen die Oberschenkel (Lowkicks). Grundsätzlich könnt Ihr die Wettkampfvarianten allerdings unterscheiden in die Vollkontakt, Semikontakt (Pointfighting), Leichtkontakt und K-1 Rules – mehr dazu im Folgenden.

Semikontakt

Beim Semikontakt wird nach jedem erfolgreichen Treffer unterbrochen und zur Ausgangposition zurückgekehrt. Diese Variante erinnert stark an das traditionelle Karate und wird genau wie dieses auf einer Matte ausgetragen. Die Stärke des Treffers ist hier nicht wichtig.

Leichtkontaktkampf

Im Leichtkontaktkampf wird mit voller Schutzausrüstung ebenfalls auf einer Matte gekämpft und nach Treffern nicht unterbrochen. Hier zählt besonders die Kondition, da diese sehr dynamische Art des Kampfes stark an den Kräften zehrt. Die Kraft des Treffers findet auch hier keine Wertung.

Vollkontaktkampf

Der Vollkontaktkampf ist der Leichtkontaktvariante ähnlich, wird allerdings in einem Ring ausgetragen und mit ganzer Kraft geführt. Daher kann der Kampf hier nicht nur durch Punkte, sondern auch durch K.O. oder technischen K.O. gewonnen werden.

K1-Regelwerk

Das K1-Regelwerk wurde von der japanischen Kampfsportorganisation „K-1“ geschaffen und bildet das härteste Regelwerk des Kickboxens. Ziel ist es, genau wie beim Vollkontakt, durch K.O. oder Punkteüberlegenheit zu gewinnen, wobei nach den K1-Regeln auch Kniestöße zum Körper oder Kopf erlaubt sind. Tiefschläge oder Würgeangriffe sind allerdings auch hier verboten.

Ablauf eines Trainings

Damit Ihr eine Vorstellung von einem Kickboxing Training habt, stellen wir euch die typischen Phasen im Training vor.

1. Aufwärm- und Dehnungsphase Wie jedes körperliche Training, beginnt auch das Kickboxtraining mit einer Aufwärm- und Dehnungsphase, welche die ersten 20 – 30 Minuten der Trainingseinheit in Anspruch nehmen sollte.
Beliebte Methoden zur Aufwärmung sind Seilspringen, Laufen, Schattenboxen oder spielerische Übungen mit viel Bewegung. Am Sandsack könnt Ihr Euch ebenfalls wunderbar aufwärmen, indem Ihr die Kraft durch Schnelligkeit und Dynamik ersetzt.
2. Schattenboxen Manche Kickboxer nehmen das Schattenboxen in Ihr regelmäßiges Training mit auf. Der Nebeneffekt ist, wenn Ihr das vor einem Spiegel tut, dass Ihr Euch aus der Sicht eines Gegners beobachten könnt. Das gibt Euch die Gelegenheit, eventuelle Lücken in der Deckung oder Unsicherheiten beim Kicken herauszufinden und zu eliminieren.
3. Training am Sandsack Einen wichtigen Teil des Trainings nimmt, für Anfänger genau wie für Profis, der Sandsack ein. Benutzt Eure Handschuhe oder wenigstens Bandagen, wenn Ihr am Sandsack trainiert, um Eure Fingerknöchel zu schützen.

Hier habt Ihr die Möglichkeit, Eure Schlagtechniken mit vollem Kontakt und ganzer Kraft zu trainieren, ohne auf Irgendetwas achten zu müssen. Weiterhin könnt Ihr Euer Gleichgewicht beim Ausführen von Kicks gegen einen Widerstand zu trainieren oder die Meidbewegungen üben.

4. Sparring Das Sparring mit einem Partner bildet besonders in der Wettkampfvorbereitung einen wichtigen Teil des Trainings. Hier könnt Ihr bestimmte Situationen und Techniken oder einfach den freien Kampf mit Eurem Partner üben. Je ebenbürtiger Euer Übungspartner Euch ist, umso größer ist der Trainingseffekt.
5. Vorbereitung Gürtelprüfung Auch im Kickboxen gibt es Gürtelstufen, die Ihr durch Ablegen einer Prüfung erreichen könnt. Sollte Euch so eine Prüfung bevorstehen, wird Euch der Trainer separat auf deren Programm vorbereiten. Bei den Schülergraden gibt es meist noch andere Schüler, denen Gleiches bevorsteht.

Fazit

Kickboxen ist weit besser, als sein Ruf vermuten lässt. Mit einem seriösen Trainer und einem freundlichen Verein könnt Ihr Kickboxen als ebenso hochwertige Kampfkunst erlernen, wie es bei Judo, Taekwondo oder Karate der Fall ist.

Unser Fazit: Lasst Euch nicht vom ersten Eindruck abschrecken, sondern macht Eure eigene Erfahrung.

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