Krav Maga mag dem einen oder anderem weniger bekannt sein, also Karate oder Judo, zu Unrecht. Denn Krav Maga ist eine durchaus Effektive Möglichkeit sich vor Angreifern zu schützen und zur Wehr zu setzen.

Krav Maga Eignung

Wer kann Krav Maga lernen?

In Israel werden Männer und Frauen zum Militärdienst eingezogen, so dass Lichtenfeld ein System entwickelte, welche sich für beide Geschlechter gleichermaßen eignet. Die Techniken des Krav Maga sind, ähnlich wie im Judo, darauf ausgelegt, möglichst große Effekte mit wenig Kraftaufwand zu bewirken.

Das Selbstverteidigungssystem ist somit für Männer und Frauen aller Altersklassen geeignet. Auch Jugendliche, Kinder und sogar ältere Menschen können die Methodik nutzen, um ihr eigenes Selbstbewusstsein zu stärken und sich im Notfall zur Wehr zu setzen. In den USA beispielsweise wird Krav Maga Training gern zur Verbesserung der körperlichen Fitness eingesetzt.

Benötigte Ausrüstung

Zum Krav Maga lernen benötigt Ihr in der Regel keine Ausrüstung. Durch das realitätsnah aufgebaute System ist keine separate Trainingskleidung erforderlich, sondern es wird in Alltagskleidung trainiert. Lichtenfeld war wohl der Meinung, dass eine im Karateanzug geübte Technik wertlos ist, wenn Ihr sie in einer Jeans nicht ausführen könnt. So völlig Unrecht hat er mit diesem Gedanken auch nicht.

Zum Training werden im späteren Verlauf verschiedene Gegenstände benutzt, um Angriffe zu simulieren und abzuwehren, aber für den Anfang werdet Ihr waffenlos trainieren. Weiterhin legte der Begründer auch in der Wahl des Ortes großen Wert auf Realitätsnähe. Daher kommt es, dass nicht nur in der Turnhalle, sondern auch unter schwierigen Witterungsbedingungen, an beengten Orten oder bei schlechter Sicht trainiert wird.

Ist Krav Maga zur Verteidigung geeignet?

Krav Maga zeichnet sich nicht durch ein besonders umfangreiches Technikrepertoire oder schöne Techniken aus, sondern dadurch, dass es effektiv ist. Die Anzahl der Techniken und der Grad von deren Schwierigkeit wurde bewusst niedrig gehalten. Krav Maga beinhaltet Nahkampftechniken, Waffenabwehr, Benutzung von Nahkampfwaffen, Stressdrills, Situationstraining und vieles mehr.

Daher lässt sich ohne weiteres sagen, dass Krav Maga zur Selbstverteidigung geeignet ist. Andere Kampfsportarten, wie beispielsweise Judo haben nicht den Fokus auf Selbstverteidigung, sondern auf hohe Wirkung bei geringem Einsatz. Also wie man jemand zu Fall bringt oder die Bewegung des Gegners für eigene Zwecke nutzt.

Wie lange dauert das Erlernen der Grundlagen?

Es versteht sich natürlich von selbst, dass der Weg nach oben nie endet. Lichtenfelds Anspruch während seiner Ausbilderzeiten allerdings lag darin, die Menschen schnell kampfbereit zu machen. Somit dauert es bei einem fähigen Trainer nur wenige Monate, bis Ihr tatsächlich in der Lage seid, Euch in diversen Situationen zur Wehr zu setzen.

Ein Graduierungssystem gibt Aufschluss darüber, wie lange und wie intensiv Ihr in der Vergangenheit Krav Maga praktiziert habt. Dieses wurde offensichtlich aus den japanischen Kampfsportarten übernommen und wird im Krav Maga durch farbige Patches repräsentiert. Zwischen den Graden vergehen Anfangs etwa 6 Monate, bei den schwarzen Graden mehrere Jahre. In der KMG beispielsweise unterscheidet man:

  • Practitioner Level, wobei der Einstieg nicht als Level zählt (weiß, gelb, gelb, orange, orange, grün)
  • Graduate Level (grün, blau, blau, braun, braun)
  • Expert Level (schwarz)

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