Ein Bewegungsmelder registriert eine Bewegung und löst daraufhin den Alarm aus. Das kann in Form eines visuellen oder akustischen Signals sein, auch Kopplungen an Alarmanlagen gibt es, die dann eine Benachrichtig verschicken.

In diesem Beitrag stellen wir Varianten an Bewegungsmeldern, Funktionsweise, Tipps zur Installation & Co vor.

Das Wichtigste vorab:

  • Bewegungsmelder lassen sich in der Wohnung oder im Außenbereich installieren. Oft werden sie an Leuchten gekoppelt oder sind in Alarmanlagen enthalten.
  • Damit sie auch ihre Funktion erfüllen müssen sie korrekt eingestellt sein, damit sie beispielsweise nicht bei einer Katze Alarm melden.
  • Die Installation erfolgt entweder Unterputz oder sie werden in eine vorhandene Steckdose eingesteckt.
  • Sobald diese eine Bewegung melden, geben Sie Alarm (Licht, Ton, Meldung).
  • Für Privatpersonen sind Infrarot-Bewegungsmelder gut geeignet: Funktional, einfach zu installieren und günstig.
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Steinel Bewegunsmelder IS 180-2 weiß, 180° Passiv-Infrarot Bewegungssensor, Dämmerungssensor für Innen- und Außenbereich
  • Hochempfindliche Infrarot-Detektoren ermöglichen eine lückenlose Überwachung
  • Die Reichweite kann durch Drehen der Multilinse auf max. 12 m bzw. max. 5 m eingestellt werden
  • Der Erfassungsbereich kann mit den beiliegenden Abdeckblenden eingeschränkt werden
  • Zeit- und Dämmerungsschwelle werden über Drehregler stufenlos eingestellt
  • Der übersichtliche Anschlussraum gewährleistet eine einfache Montage

Arten & Funktionsweise von Bewegungsmeldern

Die Funktionsweise von Bewegungsmeldern unterscheidet sich je nach genutzter Technologie. Im Ergebnis haben sie alle Gemeinsam, dass eine Bewegung registriert wird. Wie sie das allerdings erfassen, funktioniert auf unterschiedliche Weise:

  • Passiv-Infrarot-Melder (PIR): Durch eine Veränderung der erfassten Infrarotstrahlung wird eine Bewegung erkannt. Die Wärme von Tieren, Maschinen und Menschen strahlt in die Umgebung ab, das kann über die Infrarot-Strahlung erfasst werden. Das gilt allerdings nur für Objekte die Wärme ausstrahlen. Sollte also ein Objekt dieselbe Umgebungstemperatur besitzen, wird kein Alarm ausgelöst. In der Praxis ist das aber völlig ausreichend, denn man wird ja auch eher von einem Menschen, also von einem Baum bestohlen…
  • HF-/Radar-Bewegungsmelder: Hier wird werden aktiv elektromagnetische Wellen ausgestrahlt und die Reflektion dieser Wellen wird erfasst. Der Vorteil dieser Technologie ist, dass die Wellen auch durch Materialien wir Glas oder Holz dringen können. Dadurch können sie verdeckt angebracht werden.

Die Infrarot-Bewegungsmelder sind durch ihre einfache Installation und zuverlässigen Ergebnisse weit verbreitet und für Privatpersonen am besten geeignet. Oft werden auch unterschiedliche Technologien kombiniert, um ein noch besseres Ergebnis zu erreichen.  

Installation Unterputz oder Bewegungsmelder nachträglich einbauen?

Die Installation von Bewegungsmeldern ist ein wichtiger Punkt bei der Kaufentscheidung. Dabei gibt es eigentlich nur zwei Varianten:

  1. Anbringung Unterputz: Die Anbringung Unterputz (beim Bau bzw. größerer Renovierungsaufwand) ist aufwändig, vor allem wenn die Bewegungsmelder nachträglich verbaut werden und nicht beim Neubau. Der klare Nachteil sind die Kosten. Vorteile sind, dass die Bewegungsmelder unsichtbar verbaut werden können. Zudem werden keine Steckdosen benötigt und ggf. ist die Optik besser.
  2. Nachträgliche Anbringung: Hier werden die Bewegungsmelder einfach eingesteckt, ausgerichtet und mit einer Handlung verknüpft (bspw. Licht an). Diese Art der Installation sollte für die allermeisten Privatanwender ausreichen. Selbst wenn ein Bewegungsmelder bei näherer Begutachtung ersichtlich sein sollte, schreckt dies möglicherweise sogar ab bzw. kann durch mehrere Sicherheitsebenen behoben werden.

Was gibt es bei der Anbringung zu beachten?

Die Installation Unterputz sollte von einem Fachmann durchgeführt werden. Denn Ort, Winkel, Art der Verdeckung sollte zwingend von einem Profi beurteilt werden. Grundsätzlich sollten bei der Anbringung die folgenden Punkte beachtet werden:

  • Einbrecher kommen durch ein Fenster, eine Türe, den Garten etc. Diese „Eingangsbereiche“ sollten daher unbedingt von den Bewegungsmeldern erfasst werden, damit sie auch einen Einbruchschutz darstellen. Weiterhin kann an sehr sensiblen Stellen ein Melder angebracht werden (bspw. Wohnzimmer mit Wertsachen).
  • Die Melder sollten in den Ecken, weit oben angebracht werden. So kann man sich nicht um die Bewegungsmelder „schleichen“.
  • Die Geräte sollten nicht von Möbeln, Kanten, Pflanzen etc. verdeckt sein (auch wenn manche Melder damit umgehen können – besser nicht verdecken).
  • Wählt am besten ein Modell, dass sich in eure Wohnung einprägt, ohne aufzufallen (Größe, Farbe, Kabelfarbe etc.)
  • Werden Bewegungsmelder nachträglich installiert, denkt auch an freie Steckdosenplätze, ausreichende Kabellänge, ggf. Abdeckung für die Kabel.
  • Achtet darauf, dass der Bewegungsmelder für Draußen vor direktem Regen geschützt ist.

Tipps zum Kauf

Damit ihr ein passendes Modell für euch findet, solltet ihr auf die folgenden Punkte achten:

  • Wetterfest: Bedenkt, dass in eurem Garten- oder Terrassenbereich Wind und Wetter auf den Melder einwirken. Daher solltet ihr auf ein Modell achten, das Regen und Kälte standhalten kann.
  • Anbringung: Wo soll das Gerät installiert werden? Braucht ihr dafür noch einen Dübel und eine Schraube? Ist alles bereits im Lieferumfang enthalten?
  • Stromquelle: Benötigt ihr eine Verbindung zum Stromnetz? Reicht die Kabellänge dafür aus? Falls ihr ein batteriebetriebenes Gerät habt, denkt daran in regelmäßigen Abständen Batterien zu laden bzw. zu wechseln.
  • Einstellungen: Könnt ihr die Intensität des Melders und sonstige Alarmeinstellungen (Helligkeit, Lautstärke) regeln? So könnt ihr die Anzahl an Fehlalarmen reduzieren.
  • Erfassungswinkel: Wie weit ist der Erfassungswinkel der Linse, auch Pyrosensor genannt? Für Ecken reichen euch 90°, für Wandflächen 180° oder für eine Installation an der Decke sind 360° erforderlich.  
  • Helligkeit: Je heller die Leuchte, desto auffälliger erscheint ein Alarm. Achtet daher auf eine entsprechend hohe Leuchtleistung bzw. eine hohe Wattanzahl.

Für ein gutes Modell sind Investitionen von 20€ bis 80€ notwendig.

Bewegungsmelder kaufen

Wenn man sich die eigenen vier Wände mit Bewegungsmeldern ausrüsten möchte, könnt ihr aus einem breiten Angebot wählen.

Bewegungsmelder richtig einstellen

Damit der Bewegungsmelder auch korrekt funktioniert, müssen ein paar Einstellungen vorgenommen werden:

  • Reichweite: Die Reichweite der Bewegungsmelder kann eingestellt werden. Das kann beispielsweise Sinn machen, wenn Bewegungen des Nachbars bzw. einer Straße erfasst werden und es dadurch zu häufigen Fehlalarmen kommt.
  • Dämmerungseinstellungen: Damit der Bewegungsmelder auch „weiß“ wann Nacht und wann Tag ist, könnt ihr Dämmerungseinstellungen vornehmen. Dann erkennt das Gerät wann die Dämmerung einsetzt und verbraucht tagsüber nicht unnötig Strom.
  • Leuchtdauer: Die Dauer der Beleuchtung reicht von wenigen Sekunden bis hin zu 30 Minuten. Was davon sinnvoll ist, ist nicht so ganz klar. Ein immer wieder aktiviertes Licht fällt ggf. mehr auf als eine 30minütige Beleuchtung. Wie Einbrecher das beurteilen und wann sie flüchten ist unklar.
  • Installation: Natürlich bringen die Einstellungen nur etwas wenn ihr ein gutes Gerät gekauft habt und es korrekt angebracht habt (siehe oben) – in Bezug auf den Winkel, verdeckende Möbel usw.
  • Pflege: Gerade bei Bewegungsmeldern für den Garten und Balkon solltet ihr immer mal wieder die Linse säubern und von Spinnenweben befreien. Auch bei Bewegungsmeldern für Drinnen solltet ihr ab und zu Staub wischen.
Bewegungsmelder

FAQ

Gibt es bekannte Hersteller?

Zu den bekannten Herstellern gehören diese: Steinel, Philips, Bosch, Busch Jäger, Gira, Arduino. Es gibt aber auch andere Marken, die ebenfalls gute Qualität bieten, aber nur einzelne Nischen bedienen und daher weniger bekannt sind.

Kann man den Bewegungsmelder auch als Licht nutzen?

Klar. Die Bewegungsmelder reagieren auf eine Bewegung, dann brennt das Licht für wenige Sekunden bis hin zu 30 Minuten – das kann pro Gerät eingestellt werden. Sollte das für euch wichtig sein, könnt ihr auf diesen Einstellungswert achten. Bei Geräten im Test lag der Wert zwischen 15 und 35 Minuten. Es kann sein, dass die Leuchte schneller verschleißt als eine klassische Glühbirne. Denn die Bewegungsmelder sind nicht auf einen Dauerbetrieb ausgelegt.

Wie teuer ist ein Bewegungsmelder?

Die Preise von Bewegungsmeldern reichen von 10€ bis hin zu mehreren hunderten Euro. Das liegt am Lieferumfang (bspw. mehrere Melder), an der Funktionalität (Reichweite, mit integrierter Kamera) sowie ob es Teil eines größeren Sicherheitssystems ist bzw. damit kompatibel ist (bspw. Alarmanlage).

Wenn ihr lediglich einen Melder für einen Bereich möchtet, der mit einem Lichtalarm funktioniert, dann solltet ihr etwa 30€ einplanen.

Letzte Aktualisierung am 3.06.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API