Die Bundesrepublik verzeichnet einen leichten Anstieg der Hundeangriffe, pro Jahr gibt es sogar im Schnitt drei Todesfälle. Das liegt an der steigenden Anzahl der Hundehalter. Die Gründe für die zahlreichen Beißattacken sind vielfältig, allerdings betonen Experten, dass falsche Interaktionen zwischen Menschen und Vierbeiner eine Attacke provozieren. Wenn es jedoch zu einem Angriff kommen sollte, haben Angegriffene unterschiedliche Möglichkeiten diesen abzuwehren.

In diesem Beitrag stellen wir Hintergründe über Hundeangriffe vor und wie man sich gegen einen Hund wehren kann – mit den Händen oder Selbstverteidigungswaffen.

In 30 Sekunden das Wichtigste:

  • Hundeangriffe können im Ausnahmefall enorm gefährlich sein, da sie automatisch auf empfindliche Stellen wie Kopf oder Hals zielen.
  • Zu den effektivsten Verteidigungsmethoden gegen Hundeangriffe gehören Pfefferspray, legale Selbstverteidigungswaffen, ein Hundeabwehrspray oder eine Pfefferpistole.
  • Hundekenner raten bei einem Hundeangriff nicht sofort ängstlich wegzurennen, da die Vierbeiner in der Regel schneller sind als Menschen. Eher raten Experten zu einem selbstbewussten Auftreten.

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Gefahren durch Hundeangriffe (Statistik)

Laut Berichten verzeichnen Ärzte eine leichte Steigerung von Hundebissen. Die Anzahl der Bissverletzungen liegt zwischen 30.000 und 50.000. Aus dieser Ziffer geht hervor, wie häufig Vierbeiner zubeißen. Experten führen den Anstieg der Beißattacken auf die große Anzahl der Hunde zurück.

  • Mittlerweile sind in Deutschland knapp 9 Millionen Hunde registriert. Dementsprechend steigt die Anzahl der Angriffe.
  • Verhaltensbiologen stellen zwar fest, dass am häufigsten Mischlinge und Schäferhunde zubeißen, betonen jedoch den Zusammenhang zu beachten. Hundebisse dieser Rassen sind am häufigsten registriert, da sie zu den bevorzugten Rassen gehören und nicht, weil sie aggressiver sind.
  • Kinder stellen eine besondere Risikogruppe dar. Das liegt des Öfteren an ihrem Verhalten. Sie neigen dazu, die Vierbeiner intensiv zu ärgern, mit Gegenständen zu bewerfen oder gar zu schlagen.

Hunde reagieren auf das Verhalten der Kinder. Sie wehren sich. Die Vierbeiner beißen am ehesten zu, wenn sie von den kleinen Erdenbürgern erschreckt oder während des Fressens gestört wurden. Ein weiterer Grund, der die Bisshäufigkeit erhöht, liegt am Fehlverhalten der Halter. Sie lassen ihre Vierbeiner frei herumlaufen, anstatt diese anzuleinen.

Hunde zielen automatisch auf empfindliche Stellen wie Kopf oder Hals. Während sie bei Erwachsenen eher Arme oder Beine treffen, erwischen sie Kinder eher im Gesicht oder am Hals. Das liegt unter anderem auch an der Größe der Kinder. Den Vierbeinern sind diese empfindlichen Stellen bei Kindern leichter zugänglich.

Wie reagiert man bei einem Hundeangriff

Die meisten neigen dazu, bei einem Hundeangriff die Beine in die Hand zu nehmen und zu rennen. Bei dieser Reaktion handelt es sich um einen angeborenen Fluchtinstinkt, den vor vielen Jahren unsere Vorfahren praktiziert haben. Allerdings empfehlen Hundeexperten diese spontane Reaktion zu unterlassen. Vierbeiner sind in der Regel schneller als der Mensch. Sie holen ihr Opfer ein. Außerdem verstärkt das Wegrennen ihre Angriffslust. Sie betrachten die rennende Person als Beute.

Schritt 1: Ruhe bewahren

Hundekenner raten eher zu einem selbstbewussten Auftreten und keiner hektischen Überreaktion. Dazu stellt ihr euch aufrecht hin und rufen mit einer selbstbewussten Stimme entweder „Aus“ oder „Hau ab“. Vierbeiner sind in der Regel mit diesen Begriffen vertraut.

  • Allerdings darf die angegriffene Person keineswegs verunsichert oder schüchtern auftreten. Denn Hunde spüren diese Unsicherheit. Demzufolge würde sie ihren Angriff unbeeindruckt fortsetzen.
  • Blickt dem Hund auch nicht direkt in die Augen, da dies als Aggression gedeutet werden kann. Blickt seitlich an ihm vorbei, so habt ihr noch im Blick.
  • Stellt euch zudem seitlich zum Hund auf, damit nicht euer gesamter Körper zur Angriffsfläche wird und ihr mehr Optionen zur Verteidigung habt.
  • Möglicherweise könnt ihr den Hund mit einem Gegenstand ablenken. Zum Beispiel mit einem Regenschirm.

Schritt 2: In Sicherheit bringen

Falls die Einschüchterungsoption keine Wirkung zeigt, lohnt sich das Hochklettern auf einen Gegenstand, welchen der Hund nicht erreichen kann. Das muss nicht zwingend ein Baum sein. Des Weiteren sollten Personen, welchen ein Hundeangriff droht, den Hundehalter um Hilfe rufen. Dieser kennt Tricks, die den Vierbeiner beruhigen. Außerdem reagieren Hunde auf die Stimme und Befehle ihres Herrchens oder Frauchens.

Schritt 3: Die Auseinandersetzung

Wir empfehlen euch ausdrücklich NICHT, euch im Kampf gegen einen Hund zu wehren. Denn es wird mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer Verletzung kommen. Jedoch kann es sein, dass ihr nicht flüchten könnt und auch Einschüchterungsmaßnahmen nicht helfen.

Wenn es dazu kommen sollte, dann helfen euch Selbstverteidigungswaffen oder die Tipps unten zum Nahkampf.

Schritt 4: Um Hilfe rufen

Darüber hinaus können angegriffene Personen vorbeilaufende Passanten um Hilfe bitten. Diese bekommen auf diese Weise den Ernst der Lage mit. Eventuell können sie den Hund ablenken, indem sie ihn einen Stock zuwerfen oder ein Leckerli anbieten. Mit einem Hilferuf realisieren Passanten, dass Hund und Angreifer nicht zusammengehören und die angegriffene Person tatsächlich auf Hilfe angewiesen ist.

Hundeabwehrmittel gegen einen Angriff

In der Praxis existieren unterschiedliche Abwehrmittel, die sich als effektive Verteidigungswaffen bewährt haben.

Pfefferspray

Pfefferspray ist eine beliebte legale Selbstverteidigungswaffe, die in der Regel Frauen in ihren Handtaschen haben, um sich gegen einen Angriff eines Menschen zu verteidigen. Für einen Hundeangriff kommt hingegen ein Hundeabwehrspray oder eine Pfefferpistole zum Einsatz.

  • Diese Waffen gehören zu den wirksamen Methoden, da sie lediglich einen mittelmäßigen Abstand zum Hund voraussetzen. Zudem reicht ihre Wirksamkeit aus, um im Anschluss die Flucht zu ergreifen und den Vierbeiner ruhig zu stellen.
  • Der Nachteil besteht jedoch in der mittleren Reichweite. Der Hund muss schon ziemlich nahekommen, damit die Anwender ihm das Spray in die Augen sowie auf die empfindliche Schnauze sprühen können. Sie sollten keinesfalls daneben sprühen, denn das steigert die Aggressivität des Vierbeiners.
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Elektroschocker

Strom ist ein effektives Mittel, das sich gleichermaßen bei einem Hunde- und Menschenangriff in der Praxis als effektiv bewährt hat. Es setzt den Vierbeiner definitiv außer Gefecht.

  • Allerdings erfordert dieses Hundeabwehrmittel einen direkten Kontakt zum Angreifer. Diejenigen, die diese Selbstverteidigungswaffe einsetzen, haben den Gebrauch vorher trainiert. Hierfür wird ein Elektroschocker oder ein Viehtreiber eingesetzt.
  • Außerdem wissen sie genau, an welcher Stelle sie dem Hund einen Stromschlag verpassen müssen, um ihn kampfunfähig zu machen. Der Nachteil dieses Hundeabwehrmittels besteht in der geringen Reichweite. Allerdings besteht der Vorteil darin, dass der Vierbeiner nach einem Stromschlag unfähig ist, seinen Angriff fortzusetzen.
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  • BEI KONTAKT MIT DEN AUGEN: Einige Minuten lang behutsam mit Wasser spülen. Eventuell vorhandene Kontaktlinsen nach Möglichkeit entfernen. Weiter spülen. Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen.

Pfeifen

Pfeifen bestechen mit ihrer großen Reichweite. Sie zeichnen sich durch ein nahezu schmerzvolles unerträgliches Geräusch aus. Allerdings wirken sie nur, wenn dem Hund dieses Geräusch fremd ist.

Straßenhunde hingegen reagieren auf dieses Hundeabwehrmittel nicht. Da jedoch in Deutschland Straßenhunde eher die Ausnahme und nicht die Regel darstellen, zeichnet sich die Pfeife als Verteidigungswaffe durch eine mittelmäßige Wirksamkeit aus.

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Hunde abwehren im Nahkampf

Wenn angegriffene Personen kein Hilfsmittel zur Hand haben, müssen sie sich mit ihren eigenen Händen verteidigen. Deshalb sollten sie sich über den empfindlichsten Punkt eines Vierbeiners im Klaren sein.

  • Die Schnauze stellt das schmerzempfindlichste Organ eines Hundes dar. Ein starker Schlag auf diese Stelle setzt den Hund für eine kurze Zeit außer Gefecht. Außerdem besteht so die Möglichkeit, dass dieser die Flucht ergreift.
  • Für den Fall, dass ein Gegenstand, bspw. ein Stock in der Nähe sein sollte, können angegriffene diesen zur Hand nehmen und auf die Schnauze des Hundes hauen. Zum einen verlängert der Stock die Reichweite, zum anderen erhöht er die Schlagkraft der angegriffenen Person.
  • Falls der Hund dennoch zu einem Angriff übergeht, sollte das Opfer Kopf, Hals und Weichteile schützen. Diese Körperregionen gehören zu den beliebten Angriffspunkten von Hunden. Ferner wissen diese instinktiv, dass diese äußerst empfindlich sind. Wenn der Hund zubeißt, wäre es besser ihm die Hand zu bieten. Dabei handelt es sich um ein geringeres Übel, denn ein Biss in den Hals könnte schlimmstenfalls tödlich enden.
  • Um den Hund außer Gefecht zu setzen, sollten die empfindlichen Angriffspunkte Augen, Schnauze sowie Genitalien in das Visier genommen werden. Im Prinzip verfügt ein Hund über dieselben Schmerzpunkte wie ein Mensch. Ein starker Schlag auf die genannten Stellen, kann den Vierbeiner nahezu lähmen und zum Loslassen bewegen. Zudem könnt ihr mit einem Finger versuchen die Augen zu treffen bzw. hinein zu stechen
Hundeabwehr: So verteidigt ihr euch gegen einen Hundeangriff
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Was tun nach einem Hundebiss?

Personen, die von einem Hund gebissen wurden, sollten schleunigst handeln. Ein sofortiger Besuch beim Hausarzt oder in der Notaufnahme ist Pflicht.

  • Nach dem Hundebiss sollten Opfer einen leichten Druck auf die verwundete Stelle ausüben, um die Blutung zu stoppen. Dafür benötigen sie eine sterile Mullbinde oder ein sauberes Tuch.
  • Des Weiteren sollte die Wunde mit sauberem warmem Wasser und Seife gereinigt werden, ehe sie mit einem sterilen Pflaster bedeckt wird.
  • Falls der Vierbeiner Schaum in der Schnauze hatte oder an Tollwut erkrankt war, ist ebenfalls eine ärztliche Behandlung erforderlich. Dies kann in Deutschland quasi ausgeschlossen werden, in anderen Ländern ist das aber nicht vorauszusetzen.
  • Außerdem sollten die Behörden alarmiert werden, um andere Mitbürger vor dem Hund zu schützen bzw. ein gerichtliches Verfahren gegen den Hundehalter einzuleiten.

Letzte Aktualisierung am 1.11.2020 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API