Diese Karate Wiki soll Euch einen groben Überblick verschaffen, womit Ihr es in diesem Kampfsport zu tun bekommt. Karate, ursprünglich im japanischen als Karatedo bezeichnet (Do = der Weg), heißt übersetzt soviel wie „Weg der Leeren Hand“ und betont die Tatsache, dass es aus der Geschichte heraus waffenlos betrieben wird. Im Gegensatz zu den Kampfsportarten, die auf den Schwerpunkt des Wettkampfes hin umstrukturiert wurden, sind die Techniken im Karate größtenteils noch in ihrer Urform erhalten.

Karate Wiki

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Welche Ausrüstung benötigt ein Anfänger?

Für den Anfang und ein Probetraining reicht eine einfache Trainingsbekleidung in Form von Jogginghose und Shirt oder Top aus. Traditionell wird Karate mit einem Karategi (deutsche Kurzform: Gi) trainiert, welcher aus Jacke, Hose und Gürtel besteht. Diesen könnt Ihr Euch natürlich selbst an diversen Stellen im Internet beschaffen, oder Ihr fragt Eure Vereinsmitglieder nach Tipps.

Weitere Trainingsgeräte wären beispielsweise Faustschützer, Zahnschutz, Tiefschutz oder Trainingsmatten, wobei Ihr diese Liste sehr lange weiterführen könntet. Fragt Euren Trainer, was der Verein bereitstellt und worum Ihr Euch selbst kümmern müsst.

Für das erste Jahr sollte Euch, zumindest in den meisten Fällen, der Gi völlig ausreichen. Auf dem Markt sind einige Lehrbücher unterwegs, die Euch zwar als Nachschlagewerk dienen können, aber bestenfalls als Ergänzung zum Training betrachtet werden sollten. Rein aus Büchern und ohne die Aufsicht eines erfahrenen Lehrers Karate lernen ist, aufgrund der komplexen Bewegungsstrukturen, nahezu unmöglich.

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Wie begrüßt man sich beim Karate?

Beim Betreten der Halle ist es üblich, auf der Türschwelle kurz innezuhalten und sich in Richtung der Mitte des Dojos, der Trainingshalle, zu verneigen. Dies gilt als Zeichen des Respekts vor der gemeinsamen Trainingsstätte und vor jenen Karateka, die bereits anwesend sind. Die Begrüßung mit dem Sensei, dem Trainer, erfolgt auf die traditionelle japanische Art, wie sie bei vielen anderen Kampfsportarten anzutreffen ist. Der Ablauf kann minimal variieren, wenn der Sensei einzelne Teile weglässt. In diesem Fall folgt Ihr einfach den Bewegungen der anderen Schüler.

Wenn der Sensei das Zeichen gibt, zu beginnen, stellen sich alle Schüler an einer gedachten Linie auf, welche vom erfahrensten Schüler vorgegeben wird. Auf Zeichen des Sensei wird sich voreinander verneigt (sollten Gasttrainer oder andere Würdenträger anwesend sein, geschieht das Gleiche noch einmal vor diesen), dann nehmen auf den Befehl „Seiza!“ alle zusammen eine kniende Position ein, bei der das Gesäß auf den am Boden abgelegten Fersen ruht.

Der erfahrenste Schüler gibt das Signal „Mokuso!“, was soviel bedeutet wie Meditation. Daraufhin herrscht Ruhe, so dass alle Schüler und Lehrer ihren Kopf von Gedanken befreien, um sich ganz auf das Training konzentrieren zu können. Auf die Worte „Mokuso yame, sensei ni rei!“ folgt eine tiefe Verbeugung, bei der die Stirn fast den Boden berührt. Die Fingerspitzen werden dabei neben dem Kopf abgelegt. Anschließend gibt der Sensei das Zeichen, sich wieder zu erheben und alle zusammen schließen die Begrüßung mit einer weiteren Verbeugung ab.

Wie setzt sich das Training zusammen?

Die Trainingseinheit beim Karate besteht aus verschiedenen Elementen, dauert in der Regel zwei Stunden und beginnt mit der Begrüßung wie oben beschrieben. Anschließend folgt das Aufwärmen, was etwa in der Form von Laufübungen, Hindernisparcours oder auch unter Zuhilfenahme von Ballsportarten geschehen kann und auf keinen Fall zu kurz gestaltet werden darf, um Zerrungen zu vermeiden. Ein paar Dehnübungen runden die Aufwärmphase ab.

Danach beginnt Euer eigentliches Karatetraining, welches im Wesentlichen in 4 Abschnitte eingeteilt werden kann.

Kihon Kihon, oder auch Grundschule, bezeichnet das üben einzelner Techniken ohne Gegner. In Filmen wird das Kihon oft statisch dargestellt, also im Stand ohne Bewegung der Füße, was aber in der Wirklichkeit nicht zutrifft. Ihr werdet sehen, dass sehr viele Techniken mit einer Bewegung des gesamten Körpers verbunden sind.
Kata In der Kata, was übersetzt „Form“ bedeutet, trainiert Ihr eine Aneinanderreihung von Techniken gegen mehrere imaginäre Gegner, deren Reihenfolge und Ausführung genau vorgeschrieben ist. Hochrangige Karateka müssen sich noch eingehender mit den Kata und ihrer Bedeutung auseinandersetzen, für den Anfänger jedoch reicht es aus, um den Ablauf der Kata zu wissen.
Kumite Im Kumite kommen Eure im Kihon erlernten Techniken am Gegner zum Einsatz. Allerdings müsst Ihr dringend zwischen dem Kumite im Training und dem Kumite im Wettkampf unterscheiden. Im Wettkampf bezeichnet Kumite den simulierten Kampf gegen einen Gegner, welchen wir im Training als Freikampf bezeichnen. Es gibt Varianten des Kumite im Training, in denen Eure Techniken fest vorgeschrieben sind und andere, in denen Ihr frei wählen dürft. Wichtig ist aber, dass Ihr bei jeder Technik auf eine saubere Ausführung achtet.
Freikampf Der Freikampf erwartet Euch erst nach mehreren bestandenen Prüfungen und hat das Ziel, einen realen Kampf zu simulieren, wobei harte Treffer auf jeden Fall zu vermeiden sind. Ihr sollt vielmehr lernen, Eure Angriffs- und Blocktechniken aus der Situation heraus einzusetzen, ohne dass Euch und Eurem Partner Abläufe vorgegeben werden.

Beendet wird die Trainingseinheit mit einer Verabschiedung, die mit der Begrüßung identisch ist.

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