Krav Maga: Effektiver Kampfsport aus Israel

Die israelische Kampfkunst erfreut sich in den letzten Jahren immer größerer Beliebtheit, dabei ist diese keinesfalls neu. Die Krav Maga Entstehung kann in der Urform bis zum zweiten Weltkrieg zurückgeführt werden. Wie es sich veränderte und was sich bis heute daraus entwickelt hat, wollen wir Euch mit dieser Krav Maga Wiki zeigen.

Krav Maga

© guruXOX – Fotolia.com




Krava Maga für Frauen

Aufgrund der Tatsache, dass Frauen deutlich häufiger Opfer von räuberischen oder sexuellen Übergriffen sind, benötigen diese eine umso effektivere Möglichkeit, sich gegen derartige Angriffe zu wehren. Wir wollen die Möglichkeiten des Krav Maga dahingehend genauer...

Für wen ist Krav Maga geeignet?

Krav Maga mag dem einen oder anderem weniger bekannt sein, also Karate oder Judo, zu Unrecht. Denn Krav Maga ist eine durchaus Effektive Möglichkeit sich vor Angreifern zu schützen und zur Wehr zu setzen. Wer kann Krav Maga lernen? In Israel werden Männer und...

Übersetzung und Besonderheiten von Krav Maga

Der Name kommt aus dem hebräischen und lässt sich einfach übersetzen. Er bedeutet:

krav = Kampf ; maga = Kontakt

Somit wird Krav Maga meist als „Kontaktkampf“ übersetzt, wobei Ihr Euch darunter den Kampf auf engstem Raum, also den Nahkampf vorstellen könnt. Der Name kann allerdings ein wenig täuschen, da im Krav Maga nicht nur Kampftechniken gelehrt werden, sondern auch Gewaltprävention und Deeskalation.

Krav Maga Stile

Trotz der unterschiedlichen Organisationen und Verbände gibt es im Krav Maga keine Kampfstile. Das liegt einfach darin begründet, dass im Krav Maga keine Wettkämpfe existieren. Es ist ein reines Verteidigungssystem, welches sich darauf spezialisiert, Euch Techniken beizubringen, mit welchen Ihr Euch im Notfall aus verschiedenen Situationen zur Wehr setzen könnt.

Es wird lediglich unterschieden zwischen Krav Maga für Privatpersonen, für Sicherheitskräfte und für das Militär. Das grundsätzliche System ist zwar gleich, aber es werden andere Schwerpunkte gesetzt. Im privaten Bereich steht das Selbstbewusstsein und die Selbstverteidigung im Vordergrund, für Polizisten und andere Sicherheitskräfte liegt der Schwerpunkt auf dem Schutz Dritter sowie der Deeskalation und im Militär geht es um die blanke Konfrontation Eins-gegen-Eins.

Man könnte sagen, dass jeder einzelne von Euch seinen eigenen Krav Maga Stil entwickeln wird, aber eine generelle Unterscheidung existiert nicht.

Die Begrüßung

Auch hier unterscheidet sich Krav Maga von allen anderen Kampfkünsten grundlegend. Viele Verbände in Deutschland haben überhaupt keine oder nur wenige Rituale, was die Begrüßung oder Verabschiedung angeht.

In manchen Verbänden ist es üblich, sich wie im Judo und Karate in einer Reihe gegenüber dem Trainer aufzustellen und auf das Kommando „Kida“ mit einer leichten Verbeugung zu starten. Das Bedeutet nichts anderes als „Verbeugen“ und stellt die ursprüngliche Variante dar, wird aber, zumindest in Deutschland, nicht überall praktiziert. Andere Vereine schütteln lediglich Hände, wieder andere sagen einfach nur „Hallo“.

Das Training

Krav Maga lernen heißt nicht, Prüfungsprogramme zu trainieren, sondern zu lernen, wie man Gewalt vermeidet und im Notfall dosiert einsetzt. Daher gibt es auch keine klar definierten Trainingsabläufe. Wir geben Euch hier lediglich ein Beispiel, wie das Krav Maga Training aussehen könnte:

  • Aufwärmen und Dehnen – Ein paar Aufwärmübungen gehören zu jeder sportlichen Trainingseinheit dazu und dauern 15 oder 20 Minuten.
  • Theorie – Ein gewisses Grundverständnis des eigenen Körpers, der wirkenden Kräfte und der Grenzen wird vermittelt.
  • Übung ohne Partner – Dieser Teil ähnelt der Grundschule im Karate oder Taekwondo. Hier sollt Ihr beispielsweise Faust- oder Beintechniken üben, ohne einen Partner zu gefährden. Dies kann gegen die Luft oder an den Pratzen geschehen.
  • Übung mit Partner – Die erlernten Bewegungen gegen einen beweglichen Gegner einzusetzen bildet die Grundlage des Krav Maga. Hier übt Ihr Verteidigung und Gegenangriff gegen bekannte Techniken.
  • Selbstverteidigung – Hier werdet Ihr beispielsweise lernen, Euch aus Umklammerungen zu befreien, bewaffneten Angriffen zu begegnen oder einen Gegner zu kontrollieren, ohne ihn dabei dauerhaft zu verletzen. Auch die Entstehung einer Gewaltsituation im Rollenspiel könnte simuliert werden.
  • Situationstraining – Die Kontrolle des Körpers unter Stress gehört ebenfalls zum Ausbildungsprogramm dazu. Das könnte so aussehen, dass Ihr Euch an einem Gegner mit Pratzen verausgabt, während Euch ein weiterer Gegner zu einem willkürlichen Zeitpunkt angreift, wogegen Ihr Euch dann verteidigen müsst.

Zusammenfassung

Krav Maga bildet ein wirksames Selbstverteidigungssystem in einer Zeit, in der die persönliche Sicherheit immer mehr zur Sorge der Bundesbürger wird. Das Prinzip, die Anzahl und Schwierigkeit der Techniken niedrig zu halten, sorgt dafür, dass jeder Krav Maga lernen kann.

Alles in allem findet Ihr hier also ein gut durchdachtes und zeitgemäß aufbereitetes Kampfsystem zur Stärkung des Selbstbewusstseins und zur Selbstverteidigung in alltäglichen Situationen vor.

Mit Freunden teilen

Zeige Deinen Freunden was Du gefunden hast! Unsere Inhalte wurden mit viel Mühe und Herzblut erstellt, vielen Dank für Deine Unterstützung ♥♥♥