Tae Bo: Kombination diverser Kampfsportarten

Tae Bo ist keine klassische Kampfkunst, sondern vielmehr eine Sportart, die typische Kampfsportelemente aus Karate, Kickboxen oder Taekwondo mit Aerobic kombiniert. Praktiziert wird Tae Bo in Workouts für gewöhnlich mit schneller Musik. Dementsprechend handelt es sich dabei auch eher um eine Fitness-Sportart, die den gesamten Körper trainiert und weniger um eine Selbstverteidigungstechnik.

Nichtsdestotrotz steht fest, dass ihr mit Tae Bo sowohl eure Ausdauer als auch eure Muskeln in Rücken, Bauch, Beinen und Armen trainiert, was euch im Zweifelsfall einen Vorteil verschaffen wird, wenn ihr einem untrainierten Angreifer gegenübersteht. Vor allem Menschen, denen normale Kampfsportarten zu streng und zu anstrengend sind, sind mit Tae Bo gut beraten, denn hier ist der Spaßfaktor garantiert hoch.

Grundtechniken und Tae Bo lernern

Tae Bo unterscheidet sich im Vergleich zu anderen Kampfsportarten, da sie aus einer Kombination mehreren Kampfsportarten besteht. Das prägt natürlich auch das Training, Outfit und angewandte Grundtechniken. In diesen Beitrag möchten wir euch einen kleinen Einblick in...

Die Hintergründe zur Entstehung von Tae Bo

Seit der Jahrtausendwende ist Tae Bo in Europa im Kommen. Das dynamische Kardiotraining, das viele Elemente aus der asiatischen Kampfkunst enthält, erfreut sich vor allem beim jüngeren Publikum einer großen Beliebtheit. Bei Frauen ist es dabei ebenso beliebt wie bei...

Für wen ist der Kampfsport geeignet?

Tae Bo ist eine körperlich anstrengende und anspruchsvolle Sportart. Sie hilft dabei, den Körper fit zu halten und Stress abzubauen. Somit trägt sie auch dazu bei, im inneren Einklang zu bleiben. Dadurch, dass mehrere Kampfsportarten miteinander kombiniert werden, ist Tae Bo vielseitig. Dennoch ist die Sportart auch von Anfängern recht leicht zu erlernen. Anders als bei anderen Kampfsportarten kämpft ihr hierbei nicht gegen einen Gegner, sondern übt die Bewegungen der Kampfkünste nur für euch selber aus. Deshalb besteht auch kein so hohes Verletzungsrisiko.

Geeignet ist Tae Bo grundsätzlich für jedermann. Egal ob Mann oder Frau, jeder, der körperlich fit werden und auf dynamische Weise ein paar Kampfsportbewegungen erlernen möchte, ist mit dieser Fitnesssportart richtig beraten.

  • Es werden fast alle Muskelgruppen beansprucht, aber Kniegelenke und Ellenbogen geschont. Zudem sind die Frequenzen erhöht, sodass die Fettverbrennung ausgekurbelt wird. Gerade Menschen mit Übergewicht entscheiden sich daher gern für Tae Bo, um ein paar Kilogramm zu verlieren.
  • Aber auch für gestresste Personen, die ihr eigenes Ich stärken möchten, kommt Tae Bo in Frage.
  • Kinder und Jugendliche haben ebenso viel Freude an der Sportart wie ältere Menschen, weil nicht viel Kraft erforderlich ist. Da es nur acht Grundtechniken gibt, die ihr erlernen müsst, werdet ihr Tae Bo auch deutlich schneller beherrschen als dies bei den meisten anderen Kampfkünsten der Fall wäre.

Graduierung bzw. Trainingslevel im Tae Bo

In vielen Kampfkünsten gibt es Gürtelfarben, um das aktuelle Trainingslevel von Teilnehmer und Trainer zu erkennen. Diesem Prinzip folgend gibt es bei Tae Bo eine Graduierungsunterscheidung durch farbige Bandagen. Sie werden sowohl von den Kursteilnehmern als auch von den Trainern getragen.

Mit weißen Bandagen steigt jeder Teilnehmer ein. Dafür ist kein spezieller Bandagen-Workshop erforderlich und es muss auch keine Prüfung abgelegt werden.

  1. Den ersten Graduierungsgrad, den die Teilnehmer erreichen können, ist der „First Student Degree“. Er ist durch gelbe Bandagen gekennzeichnet. Um dieses „Upgrade“ zu erhalten, müsst ihr einen Technikworkshop besuchen. Er wird von einem Tae-Bo-Basic-Instructor mit blauen Bandagen durchgeführt. Damit ihr diesen Workshop erfolgreich bestehen könnt, ist es wichtig, dass ihr die Techniken 1 bis 8 beherrscht.
  2. Der „Second Student Degree“ wird durch orange Bandagen gekennzeichnet. Auch hier muss wieder ein Technikworkshop besucht werden, der von einem Tae-Bo-Basic-Instructor mit blauen Banden geleitet wird. Um teilnehmen zu können, braucht ihr die gelben Bandagen. Zudem sollten sich sowohl eure Technik als auch euer Leistungsniveau im Vergleich zur Gelb-Bandagen-Prüfung verbessert haben.
  3. Wenn ihr den „Third Student Degree“ erreicht, erhaltet ihr grüne Bandagen. Dieser Grad stellt die Vorstufe zum Einstieg in die Tae-Bo-Basic-Instructor-Ausbildung dar. Diesmal besucht ihr einen Technikworkshop von einem Advanced-Instructor, der bereits rote Bandagen hat, oder alternativ von einem Master-Instructor mit schwarzen Bandagen. Damit ihr teilnehmen könnt, sind die orangen Bandagen notwendig.

Trainingslevel der Trainer

Darüber hinaus gibt es noch zwei Instructor-Degrees:

  1. Um Basic-Instructor zu werden, sind die blauen Bandagen erforderlich. Dafür durchlauft ihr eine Ausbildung, die acht Tage andauert und von den IFAA-Referenten durchgeführt wird. Sobald ihr die zweitägige Theorie- und Praxisprüfung bestanden habt, könnt ihr selbstständig Tae-Bo-Kurse geben und die Prüfungen für gelbe und orange Bandagen durchführen.
  2. Danach ist noch der Aufstieg zum Advanced-Instructor möglich, wo ihr rote Bandagen erhaltet. Dafür müsst ihr zunächst die blauen Bandagen besitzen. Im Anschluss könnt ihr wieder eine achttägige Ausbildung durchlaufen, die ihr mit einer zweitätigen Abschlussprüfung abschließt. Sobald die Prüfung bestanden ist, könnt ihr auch Advanced-Kurse anbieten und die Prüfungen für gelbe, orange und grüne Bandagen durchführen.
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