Die Verwendung eines Schrillalarms hat den Vorteil, dass Ihr mit Eurem Angreifer nicht direkt in Kontakt treten müsst. Außerdem können Passanten auf den Vorfall aufmerksam werden. Welche Varianten und Auslösemechanismen erhältlich sind und wann Ihr diese einsetzen könnt, wollen wir Euch hier vorstellen.

Definition: Die Begriffe Schrillalarm, Personenschutzalarm, Personal Alarm Device oder mobiler Kleinstalarm bezeichnen allesamt das Gleiche: ein handliches Gerät für die Jackentasche, mit welchem eine einzelne Person (durch einen lauten Alarm) auf sich aufmerksam machen kann.

Schrillalarm

Hintergründe zum Schrillalarm?

Im Folgenden stellen wir ein paar Hintergründe und Unterschiede über den Schrillalarm vor:

  • Lautstärke: Er kann die Form eines Schlüsselanhängers, Autoschlüssels, oder einer kleinen Spraydose haben und verursacht normalerweise Lärm in der Lautstärke zwischen 100 und 130 db. Empfohlen wird, die höchste verfügbare Lautstärke zu nehmen, da die 100 db Modelle nicht sehr effektiv wirken und auch nicht sehr weit zu hören sind.
  • Funktionsweise: Der Schrillalarm wird entweder mit einer Batterie betrieben oder funktioniert mit Gas, ähnlich wie die Tröten, die Ihr aus dem Stadion kennt. Der Sinn des Alarms ist entweder das Alarmieren von anderen Passanten, um in die Situation einzugreifen oder das Verjagen des Angreifers durch den Lärm. Die Lautstärke ist in der Regel so bemessen, dass sie aus kurzer Entfernung in den Ohren schmerzt.
  • Überraschungsmoment: Weiterhin verursacht Ihr damit beim Auslösen einen Schreck beim Angreifer, den Ihr durchaus für Eure Zwecke nutzen und Euch losreißen oder Euren Vorsprung ausbauen könnt.

Taschenalarm im Aktion:

Ist ein Schrillalarm legal?

Der Alarm darf in Deutschland ohne Einschränkungen gekauft und auch geführt werden, da es nicht um eine Waffe oder einen gefährlichen Gegenstand nach Anlage 1 WaffG handelt.
Diese Selbstverteidigungswaffe hat außerdem einen riesigen Vorteil gegenüber allen anderen Waffen: Es ist das einzige Gerät, welches nahezu überall mitgenommen werden darf. Polizei und Sicherheitskräfte sehen den Alarm nicht als tatsächliche Waffe, sondern als Verteidigungsmittel für den Notfall.

Die Benutzung verursacht normalerweise keine Schäden, wodurch der Tatbestand der Körperverletzung nicht zur Debatte steht. Eine Benutzung aus Spaß sollte dennoch vermieden werden, da häufigerer Kontakt mit dem Schrillalarm langzeitlich das Gehör schädigen kann. Außerdem ist eine Anzeige wegen Lärmbelästigung bei unnötiger Benutzung denkbar.

Eignung und Benutzung des Schrillalarms

Der Alarm ist für alle Altersklassen und Geschlechter geeignet. Seine Benutzung erfordert keine große Kraft oder Schnelligkeit, da die Geräte meist unter 100 Gramm wiegen. Bei der Auslösung ist es auch nicht so wichtig, wo genau sich das Gerät befindet, da der Lärm ohnehin die gesamte Umgebung durchdringt. Aus kurzen Entfernungen verursacht der Lärm Schmerzen in den Ohren und kann im Nachhinein Kopfschmerzen verursachen.

Den Einsatz eines Alarms solltet Ihr in jedem Fall der körperlichen Auseinandersetzung vorziehen, da Ihr somit Verletzungen auf beiden Seiten vermeiden könnt. Weiterhin macht der Krach eventuell Passanten auf die Situation aufmerksam und beendet die Auseinandersetzung durch Einmischung. Zum Auslösen gibt es grundsätzlich zwei Möglichkeiten.

Auslösen durch Drucktaste - deaktivierbar

Variante eins, die Gaskartusche, funktioniert mit einem Druckknopf an der Oberseite.

  • Durch Drücken des Knopfes wird der Alarm aktiviert und beim Loslassen hört er wieder auf. Das hat den Nachteil, dass der Alarm stoppt, wenn Euch der Angreifer die Kartusche aus der Hand reißt.
  • Weiterhin sind diese Kartuschen beim Auslösen am lautesten und werden nach einer halben Sekunde etwas leiser, wenn der Knopf festgehalten wird.
  • Es empfiehlt sich also, mehrfach kurz zu drücken, anstatt den Knopf unten zu halten.

Auslösen durch Kontaktherstellung - nicht deaktivierbar

Die zweite Variante funktioniert elektrisch und hat meisten eine Eiform, die Größe eines elektrischen Autoschlüssels und kann am Schlüsselbund angebracht werden.

  • Diese Modelle sind deutlich kleiner, da sie elektrisch funktionieren und somit keinen Gasspeicher brauchen. Zum Auslösen muss normalerweise nur ein Metallstift gezogen werden.
  • Diese Variante hat den großen Vorteil, dass Ihr den Stift ziehen und ein Stück wegwerfen könnt, damit der Angreifer den Alarm nicht deaktivieren kann, selbst wenn er ihn Euch entreißt.
  • Auch die Dauer des Alarms ist hier deutlich länger und reicht teilweise für über 10 Minuten, während der Gasalarm spätestens nach einer Minute verstummt.

Gefahren bei der Benutzung

Möglich, aber unwahrscheinlich, sind dauerhafte Schäden an den Organen des Gehörs. Dieser Fall kann eintreten, wenn der Alarm nah am Ohr des Angreifers ausgelöst wird. Dies könnte von einem Gericht als Körperverletzung gewertet werden, wenn keine Notwehr anerkannt wird.

Durch den Lärm eliminiert Ihr weitestgehend Euer eigenes Gehör und seid nicht mehr in der Lage, andere Geräusche wahrzunehmen. Ihr solltet Euch also nach der Auslösung des Alarms nach den Tätern umsehen, da Ihr diese nicht mehr kommen hört.

Schrillalarm kaufen

Ein Schrillalarm ist nicht teuer, handlich und kann im Notfall eine wertvolles Hilfsmittel sein, um den Angreifer abzuschrecken und Passanten auf die Notsituation aufmerksam zu machen. Wir empfehlen es daher uneingeschränkt, hier können Sie den Schrillalarm kaufen:

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Letzte Aktualisierung am 19.10.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API