Elektroschocker werden zur Selbstverteidigung immer gefragter, aber sind sie legal und bringen sie überhaupt etwas? In Waffengeschäften und diversen Online-Shops kann man zahlreiche Elektroschocker kaufen, doch nicht alle sind in Deutschland legal.

Bei uns findet ihr alle Informationen über Elektroschocker: von der Legalität über den Kauf eines guten Modells bis hin zur Frage, wann bzw. ob sie zur Selbstverteidigung geeignet sind.

Elektroschocker Power 500.000 Volt (frei ab 18 Jahre!)
  • 500.000 Volt
  • Handschlaufe mit Sicherungsstift
  • Gürtelclip
Elektroschocker Verteidigung
Quelle: Midjourney

In 30 Sekunden das Wichtigste

  • Rechtliche Rahmenbedingungen: In Deutschland ist der Besitz und die Nutzung von Elektroschockern an bestimmte rechtliche Voraussetzungen gebunden: Mindestalter (18 Jahre) und das Gerät muss ein Prüfzeichen der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) tragen.
  • Funktionsweise: Elektroschocker sind primär als Selbstverteidigungsmittel konzipiert. Sie senden einen elektrischen Impuls aus, der den Angreifer kurzzeitig immobilisiert, aber keine bleibenden Schäden verursacht. Dies gibt dem Nutzer die Möglichkeit, sich in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu rufen.
  • Selbstverteidigung: Sie sind besonders wirksam auf engem Raum und gegen einen Angreifer. Bei mehreren Angreifern und auf Distanz gibt es bessere Selbstverteidigungswaffen.
  • Modelle: Es gibt eine Vielzahl von Elektroschockern auf dem Markt, die sich in Spannung, Größe, Gewicht und Zusatzfunktionen wie Taschenlampe oder Alarm unterscheiden. Beim Kauf immer auf das PTB-Siegel achten. Plant etwa 80€ für den Kauf ein.

Hintergründe über Elektroschocker

Was ist eigentlich ein Elektroschocker?

Ein Elektroschocker ist ein Gerät zur Selbstverteidigung, das elektrische Impulse aussendet. Diese Impulse können einen Angreifer kurzzeitig handlungsunfähig machen. Dazu muss Kontakt hergestellt werden.

Ein Elektroschocker ist nicht dasselbe wie ein Taser. Ein Taser schießt kleine Pfeile ab, die an Drähten hängen und kann auch aus der Distanz eingesetzt werden. Ein Elektroschocker hingegen muss direkt auf die Haut des Angreifers gedrückt werden. Also, obwohl beide elektrische Impulse nutzen, sind sie in ihrer Anwendung und Reichweite unterschiedlich.

Ihr habt den Begriff „Stun Gun“ schon mal gehört, oder? Das ist im Grunde ein anderes Wort für Elektroschocker, vor allem im englischsprachigen Raum. Manchmal werden sie auch als „Elektroimpulswaffen“ bezeichnet, was aber eher ein Überbegriff ist, der auch Taser einschließt. In der Umgangssprache hört man auch oft einfach „Schocker“.

Elektroschocker Funktionsweise & Wirkung auf Menschen

Der Elektroschocker oder Viehtreiber erzeugen bei Knopfdruck eine elektrische Spannung zwischen zwei Kontakten. Wenn diese beiden Kontakte mit dem Körper Eures Angreifers in Berührung kommen, dann fließt elektrischer Strom zwischen den Kontakten durch dessen Körper. Dieser Strom ist stark genug, um einen Angreifer zu stoppen, aber normalerweise nicht tödlich. Die meisten Modelle haben auch Sicherheitsfunktionen wie einen Sicherungsstift oder einen Schalter, um unbeabsichtigte Entladungen zu verhindern.

Der elektrische Strom überlagert die körpereigenen Impulse (denn auch diese funktionieren durch elektrische Impulse) und verursacht ein Verkrampfen der Muskulatur, was sich in einem unkontrollierten Zittern äußert. Außerdem sorgt er an den Eintrittsstellen für Rötungen und, je nach Intensität, auch Verbrennungen, aber der wohl gefährlichste Effekt ist die elektrolytische Zersetzung des Blutes, was zur Vergiftung führt. Der Angreifer verliert die Kontrolle über seine Muskeln und kann sich nicht mehr bewegen. Das gibt euch wertvolle Sekunden, vielleicht sogar Minuten, um zu fliehen und Hilfe zu holen.

In Deutschland sind nur Elektroschocker erlaubt, bei denen diese Effekte nur im Ansatz und in nicht gefährlicher Intensität auftreten. Generell gilt: je länger die Einwirkung des Stromes, umso stärker sind die Nachwirkungen, die sich überwiegend in Muskelschmerzen manifestieren.

Elektroschocker oder Viehtreiber?

Sowohl Elektroschocker als auch Viehtreiber sind Geräte, die elektrische Schocks abgeben, sie werden jedoch für sehr unterschiedliche Zwecke verwendet – beide Geräte werden aber als zur Selbstverteidigung tauglich verkauft. Wo liegen die Unterschiede?

  • Ein Elektroschocker ist in der Regel ein Instrument zur Selbstverteidigung. Er erzeugt einen starken elektrischen Strom, der dazu dient, einen Angreifer vorübergehend zu lähmen oder außer Gefecht zu setzen. Ein Viehtreiber hingegen ist ein Gerät, das in der Landwirtschaft eingesetzt wird, um das Verhalten von Tieren zu kontrollieren.
  • Wie das Gerät nun heißt, kann euch ja egal sein. Achtet daher mehr auf die technischen Angaben zur Leistung, Größe, Preis, Bewertungen und co.
  • Egal welches Gerät ihr kauft, es muss das PTB-Siegel haben, sonst ist ist der Viehtreiber oder Elektroschocker mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erlaubt (in Deutschland).

Video: Elektroschocker im Test

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Daher haben wir euch ein paar hilfreiche Videos mit Elektroschocker Tests herausgesucht, die Anschauungsmaterial und Hintergrundinformationen zu Elektroschockern bieten. In den Videos wird eines klar, die Effektivität kann bei manchen Angreifern nicht ausreichend sein. Erfahrene Angreifer werden durch den elektrischen Impuls des Elektroschockers lediglich erschreckt, nicht aber kampfunfähig.

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Elektroschocker im Test
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Elektroschocker im Vergleich mit anderen Selbstverteidigungswaffen
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Ist Elektroschocker legal?

Vergleich zu anderen Verteidigungswaffen

WaffeWirkung auf AngreiferReichweiteBenötigte Fertigkeiten
ElektroschockerTemporäre LähmungNahkampfGering
SchreckschusswaffeLärm, BlendungMittelMittel
KubotanSchmerzNahkampfHoch
PfeffersprayAugen- und HautreizungMittelGering
PfefferspraypistoleAugen- und HautreizungFernMittel
SchlagstockSchmerz, mögliche VerletzungNahkampfHoch
SelbstverteidigungsschirmSchmerzNahkampfMittel
SelbstverteidigungstaschenlampeBlendungMittelGering
SchrillalarmLärmN/AGering
MesserVerletzungNahkampfHoch
RAM-WaffenVerletzungFernHoch
Maximilian Hitzler

Update: 18.06.2024 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API