Jiu Jitsu ist eine Kampfsportart mit Tradition. Sie wird bereits seit langem in Asien praktiziert, wo ihre Wurzeln jedoch genau liegen lässt sich nicht genau sagen, jedoch gibt es mehrere Legenden.

In diesem Beitrag möchten wir euch vorstellen, welchen Ursprung Jiu Jitsu hat und wie die Sportart zu der heutigen Popularität gefunden hat.

Jiu Jitsu

Wurzeln in China & Japan

Diese Kampfkunst hat ihre Wurzeln in China. Es werden einige Legenden von Chinesen erzählt, die nach Japan kamen und dort durch ihre besonderen Kampfkunstfähigkeiten auffielen. Sie wurden als Samurai in Japan aufgenommen und gaben so ihr Wissen an die Japaner weiter. Es gibt aber auch Quellen, die einfach von einem Kulturaustausch zwischen Händlern und Mönchen erzählen, wozu auch der Austausch von Kampftechniken gehörte.

Die Legende vom japanischen Arzt

Der ursprünglichen Legende zufolge gab es einen japanischen Arzt, der auf der Suche nach einer Kampfkunst war, die sich ohne große Körperkraft durchführen ließe. Er soll an einem Wintertag die Auswirkungen eines starken Schneefalls beobachtet haben: Ein starrer, kräftiger Kirschbaum zerbrach unter der Schneelast, während eine biegsame Weide einfach nachgab und unbeschädigt blieb. Dieser „Geist der Weide“ wurde daraufhin als Vorbild für die neue Kampfkunst verwendet. Aus diesem Grund hat Jiu Jitsu auch die Bezeichnung „Die nachgebende Kunst“. Es geht immer darum, der Angriffsenergie auszuweichen und schließlich die Schwachpunkte des Angreifers zu treffen.

Stetige Verbesserung!

Darüber hinaus könnte man Jiu Jitsu auch als „neugierige Kampfkunst“ bezeichnen. Der Grund: Anders als bei anderen Kampfsportarten ist das Kampfsystem bis heute für neue Einflüsse offen geblieben. Demzufolge wird es stetig weiterentwickelt. Im Laufe der Zeit sind immer neue Jiu Jitsu Schulen dazugekommen. Zudem bilden sich ständig neue Stilrichtungen aus. Je nachdem, um welche Schule es sich handelte, wurden unterschiedliche Techniken präferiert. So entstand ein eigenes Kampfkunst-Universum. Unter dem Niedergang der Samurai hatte auch die Kampfkunst zu leiden. Man blickte nach vorne in eine neue Zeit und der westliche Einfluss nahm zu. So verlor die Selbstverteidigung ohne Waffen ihre Bedeutung.

Aktuelle Einflüsse & Bekanntheit heute

Erst Ende des 19. Jahrhunderts besann man sich auf die alten Traditionen zurück und begann, japanische Kampfkünste in zeitgemäße Kampfsportarten umzuwandeln. Dadurch erlebte auch Jiu Jitsu eine Wiedergeburt. Zu jener Zeit schätzte man den pädagogischen Wert der Kampfsportart zunehmend. Stück für Stück wurde die Kampfkunst der Samurai populärer. Zuerst gab es viele Japaner aus allen Teilen der Bevölkerung, die die Kampfkunst ausübten. Im 20. Jahrhundert begann sie dann ihren Siegeszug um die Welt.

Die Bekanntheit von Jiu Jitsu nahm auch deshalb zu, weil immer mehr Sicherheitskräfte damit anfingen, die Techniken zu lernen. Daran hat sich bis heute nichts verändert. Das hat auch seinen guten Grund, denn die Kampftechniken bringen viele Vorteile mit: Sie sind wirkungsvoll, ohne dem Angreifer unnötigen Schaden zuzufügen. Es ist möglich, damit einen Angreifer kampfunfähig zu machen, ohne schwere Verletzungen zu riskieren. Jiu Jitsu bekam zudem auch den Beinamen „Gentleman Art“, weil man sich beim Kämpfen wie ein echter Gentleman fühlen kann. Die Sicherheitskräfte mögen Jiu Jitsu auch, weil es ein offenes System ist. Neue Techniken können nach dem Baukastenprinzip nach Bedarf hinzugefügt und nach Belieben zusammengestellt werden. So lassen sich die Techniken beispielsweise auch dahingehend aussuchen, ob sie den gesetzlichen Vorgaben entsprechen.

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