Die Hauptaufgabe der „Uwagi“, der Anzugjacke, besteht darin, Schweiß aufzunehmen und durch Verdunstung desselben den Körper zu kühlen. Hier gilt, je stärker der Stoff des Judoanzugs ist, umso besser ist auch die kühlende Wirkung, weil der Stoff die Flüssigkeit besser verteilen kann.

Judoanzug kaufen

Hilfreiche Videos zum Judoanzug

Gerade als Judo-Anfänger hat man möglicherweise noch die ein oder andere Frage zum Judoanzug. Wir haben zu diesem Zweck etwas weiter unten ein FAQ für euch vorbereitet. Vorab möchten wir euch die folgenden Videos empfehlen, die ebenfalls helfen können:

Hilfestellung bei Judogi-Kauf

Judo Gürtel binden

Anzug falten auf japanisch

FAQ zum Judoanzug

Wir empfehlen euch erst unsere FAQ zu lesen und dann den Judoanzug zu kaufen, dann trefft ihr die richtige Wahl und kauft kein Modell, das euch nicht passt. Im Folgenden versuchen wir euch Antworten auf häufige Fragen zu bieten.

© Csaba Peterdi - Fotolia.com

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Welche Funktionen soll ein Judoanzug erfüllen?

In erster Linie soll ein Anzug eine funktionale Kleidung darstellen, die den Körper trotz Anstrengung kühl hält. Eine weitere Funktion ist die Gewährleistung der optimalen Bewegungsfähigkeit durch den weiten Schnitt der Kleidung. Außerdem ermöglicht der Anzug ein schmerzarmes Werfen des Gegners. Müsste man beispielsweise den Hals anstelle des Ärmels greifen, wären Verletzungen nicht gänzlich auszuschließen.

Wie sieht ein typischer Judoanzug aus?

Ein typischer Judoanzug besteht aus einer Jacke, einer Judohose sowie einem Judogürtel. Die Farbe des Gürtels gibt Auskunft, welche Prüfungen man bereits erfolgreich absolviert hat. Die am häufigsten verwendete Farbe ist weiß, sozusagen als Standard, aber auch blau, da dieses gern zur Unterscheidung in Wettkämpfen genutzt wird. Schuhe werden keine getragen, das Training und Wettkämpfe finden Barfuß statt. Im Winter können jedoch auch leichte Mattenschuhe getragen werden.

Was ist die Stoffstärke?

Die in Unzen pro Quadratyard, kurz oz, angegebene Stoffstärke ist unter anderem ausschlaggebend für die Belastbarkeit des Materials. Sie reicht in der Regel von 8 oz bei Einsteigeranzügen bis 16 oz bei Profis. Durch den härteren Stoff ist ein Gegner nicht so leicht in der Lage, Griffe anzusetzen. Außerdem wirkt sich die Stoffstärke sehr stark auf die Regulierung der Temperatur aus. Die Gefahr bei einer zu gering gewählten Stoffstärke ist, dass die Jacke schweißnass am Körper festklebt und sich nicht nur unangenehm anfühlt, sondern Euch massiv behindert. Bedenkt das, wenn Ihr zu jenen gehört, die stark schwitzen.

Generell gilt: Wer einen Judoanzug kaufen möchte, macht mit einer Stärke ab 12 oz nichts verkehrt. Dieser ist den höheren Preis in jedem Fall wert. Für die ersten Trainingswochen reicht auch eine Jacke niedrigerer Stärke, aber Ihr solltet Euch darauf einstellen, dass diese nicht allzu lange hält.

Welche Besonderheiten hat der Judoanzug gegenüber Anderen?

Der Judogi muss aufgrund einiger Wurftechniken, welche die Bekleidung des Oberkörpers mit einbeziehen, besonders strapazierfähig sein.

  • Der Hauptgrund dafür, Euch einen qualitativ hochwertigen Anzug zu kaufen, da Ihr sonst Gefahr lauft, Euren Anzug nach etlichen Würfen in zwei Teilen wiederzufinden.
  • Eine Schnürung, wie sie beispielsweise beim Karate üblich ist, besitzen Judogi normalerweise nicht, da die Belastung beim Werfen die Schnüre entknoten oder sogar zerreißen könnte.

Welche Größe benötigt man?

Beim Judoanzug bestimmt die Körpergröße automatisch die Kleidungsgröße. Aufgrund des Schnittes passen die Jacken nahezu jedem von Euch, der in die besagte Größenkategorie fällt. Lediglich in Ausnahmefällen, wenn Ihr beispielsweise 1,77m groß seid und sehr breite Schultern habt, kann es vorkommen, dass die Jacke für 1,80m bis 1,90m besser passt. Das stellt aber einen sehr seltenen Fall dar.

Wenn Ihr einen Judoanzug kaufen wollt, seht Euch vorher auf jeden Fall die Größentabellen des jeweiligen Herstellers an. Bei manchen von ihnen finden sich noch zusätzliche Infos.

Was trägt man beim Training darunter?

Was drunter getragen wird hängt natürlich auch von der Temperatur des Ortes ab, wo das Judotraining stattfindet. Jedoch wird normalerweise nichts drunter getragen.

  • Männer sind unter der Jacke normalerweise nackt, damit der Anzug seine kühlende Wirkung voll entfalten kann.
  • Die Frauen tragen, Aufgrund der tiefen Einblicke, die der Judoanzug ermöglicht, ein Top oder ärmelloses Shirt darunter.

Welche Materialien werden verwendet?

Zum Einsatz kommt in fast allen Fällen reines Baumwollgewebe, da dieses alle Anforderungen an den Judoanzug sehr gut erfüllt. Manche Hersteller setzen zum Teil auf Synthetikgewebe, welches ähnliche Eigenschaften hat, aber das ist der seltenere Fall.

Wie wird der Anzug gereinigt? Ist er Maschinenwaschbar?

Der Judoanzug ist waschbar, aber nur von Hand oder mit der Waschmaschine im Schongang.

  • Die meisten Hersteller schreiben 30°C auf die Waschanleitung, wobei allerdings oft nicht alle Verschmutzungen verschwinden. Ihr könnt es riskieren und auf eigene Gefahr noch ein wenig erhöhen, aber Temperaturen von mehr als 40°C solltet Ihr unbedingt vermeiden, da die Baumwollfasern sehr tatfreudig sind, wenn es darum geht, einzulaufen.
  • Das soll heißen: Wenn Ihr Euren Judogi auf 90°C wascht, wird er anschließend eher einem Schulkind passen, als Euch selbst. Gelegentlich kann es vorkommen, dass Eure Waschmaschine während des Waschvorgangs eine Fehlermeldung zeigt. Das musst nicht gleich einen Anruf beim Techniker nach sich ziehen, da oftmals nur die Unwuchtkontrolle der Maschine ausgelöst hat.
  • Prüft das selbst, bevor Ihr den teuren Service bezahlt.

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