Zahlreiche Eltern verbinden mit Kickboxen eine Kampfsportart, welche bei Trainierenden die Aggressivität fördert. Deshalb kämen sie niemals auf die Idee, ihre Kinder in einer Kickbox-Schule anzumelden. Das ist jedoch schade, denn ein Kickbox-Training vermittelt den Kindern wichtige Werte wie Respekt und Disziplin. Es fördert ihre Konzentrations-, Koordinations- sowie Konditionsfähigkeit. Außerdem können sich die Kinder in einer Kickbox-Schule ausgiebig austoben.

In der heutigen Zeit, in welcher die digitalen Medien unseren Alltag bestimmen, ist es umso wichtiger, den Kindern zu zeigen, wie sehr anderweitige Aktivitäten Spaß machen können. Kickboxen verbindet darüber hinaus die drei Elemente Sport, Spiel und Spaß. Aber ab welchem Alter ist Kickboxen geeignet? Erfahrt mehr in diesem Beitrag.

In 30 Sekunden das Wichtigste:

  • Wie bei sämtlichen anderen Kampfsportarten werden auch beim Kickboxen die kleinen Sprösslinge spielerisch an die Sportart herangeführt. Die Trainer der Kampfschulen sind heutzutage sehr geübt in dem Leiten der jeweiligen Kinderkursen.
  • Ab einem Alter von frühestens sechs Jahren ist es für Kinder sinnvoll zum Kickbox-Training zu gehen.
  • Kickboxen ist für Kinder geeignet, dennoch ist eine Betreuung der Eltern rund um das Training und ein wachsames Auge unerlässlich.

Ist das Kickboxen für Kinder geeignet?

Kickboxen: zu brutal für Kinder?

Kickboxen gehört grundsätzlich zu den härteren Kampfsportarten – zumindest bei Wettbewerben und Erwachsenen. Deshalb vertritt eine Mehrheit der Erwachsenen die Meinung, Kickboxen und Kinder passen einfach nicht zusammen. Allerdings können erfahrene Trainer ihr Training an die Bedürfnisse von Kindern anpassen. Kickbox-Schulen und deren Trainer führen in ihre Nachwuchsschüler in Kinderkursen spielerisch an die Sportart heran.

1. AufwärmtrainingDas Aufwärmtraining beginnt meistens mit einem Spiel, wie Fußball, Basketball oder Fangen.
2. DehnübungenAnschließend erfolgen am Boden leichte Dehnübungen. Diese wirken sich positiv auf die Sehnen und Muskulatur der Kinder aus. Außerdem werden diese Kinder in einem späteren Alter nicht unter einer verkürzten Muskulatur leiden, weil sie bereits im Kindesalter mit Dehnübungen begonnen haben. Darüber hinaus erweitern sie durch regelmäßiges stets ihren Horizont im Hinblick auf das Dehnen.
3. SportstundeDa die Trainer das anstrengende Kickbox-Training in eine Sportstunde, welche auf die psychischen und physiologischen Bedürfnisse der Kinder angepasst ist, ist das Kickboxen für Kinder befreiend und sorgt für abwechslung. Das können leichte Übungen zur Stärkung der Muskulatur sein oder Gruppenspiele sein.

Darüber hinaus können die kleinen Sportler mit gleichaltrigen in Kontakt treten. Außerdem bekommen die Trainierende weiter Werte wie Respekt und Disziplin auf eine sanfte Art vermittelt. Ferner lernen sie wie in der Schule auf einen Erwachsenen, der ihnen etwas vermitteln will, zu hören.

4. Vorteile der ErtüchtigungDes Weiteren toben sich die Kleinen in einem strukturierten Training wunderbar aus und können besser schlafen. Dies wirkt sich wiederum positiv auf deren Konzentrationsfähigkeit in der Schule aus. Entgegen aller Annahmen macht ein gutes Kickbox-Training die Kinder nicht aggressiv, sondern ruhiger und ausgeglichener.

Ab welchem Alter können Kinder mit einem Kickbox-Training beginnen?

Generell eignet sich das Kickboxen für Personen eines jeden Alters – frühestens jedoch ab etwa 6 Jahren. Sie sollten jedoch gewillte sein, sich gerne viel und schnell zu bewegen. Allerdings setzen manche Sportvereine oder Sportschule ein Mindestalter von 12 Jahren voraus. Sie begründen das mit der besseren Koordinations-, Konditions- sowie Kooperationsfähigkeit mit dem Lehrer.

Manche Kinder fremdeln bis zu ihrem fünften Lebensjahr oder haben ein Problem damit, einen weiteren Erwachsenen als Autoritätsperson zu akzeptieren. Deshalb lohnt sich das Kickboxen erst für Kinder ab sechs Jahren. Außerdem sind die Techniken für jüngere Kinder einfach zu anspruchsvoll. Auch wenn es nicht kompliziert erscheint, erfordert ein Armschlag oder Fußtritt eine erhöhte Koordinationsfähigkeit sowie einen guten Gleichgewichtssinn.

Zudem kann im Alter von sechs Jahren die Mehrheit der Kinder auch Fahrradfahren. Dies kann sich in einem Kickbox-Training aufgrund der Koordinationsfähigkeit und des Gleichgewichtssinns als hilfreich erweisen. Oder andersherum das Erlernen des Radfahrens erleichtern.

Wertvolle Tipps für Eltern

Eltern sollten zuerst einen Gang in die auserwählte Schule ohne ihre Sprösslinge machen.

Ist die Schule für das Kind geeignet?

  • Sie sollten sich die Frage stellen, welche Atmosphäre in der Schule herrscht und ob der sportliche Geist im Vordergrund steht.
  • Außerdem haben Trainer, denen es tatsächlich darum geht, den Kindern die Werte der Sportart und das Kickboxen näher zu bringen, ihren Vertrag an die Bedürfnisse der kleinen angepasst. Somit müssen die Eltern nicht einen Jahresvertrag unterschreiben, den sie lediglich drei Monate vor Ablauf des Jahres kündigen können. Ferner gibt es ein Preisdiskriminierungssystem. Das Training für Kinder ist deutlich günstiger als für Erwachsene. Idealerweise können die Eltern den Vertrag entweder monatlich oder im Drei-Monats-Rhythmus kündigen.

Einstellung des Trainers & Feedback zum Training

Es lohnt sich auch dem Trainer die Frage zu stellen, wie er mit dem „Scheitern“ der Kinder umgeht. Wie verhält er sich, wenn diese eine Übung noch nicht meister können. Motiviert er sie? Darüber hinaus sollten sich die Erziehungsberechtigten über den Trainingsablauf informieren. So können sie feststellen, ob dieses tatsächlich an die Bedürfnisse der Kinder angepasst ist.

Verständnisvolle und gute Trainer bieten den Eltern auch an, das erste Training mit dem Kind gemeinsam zu besuchen. Sie haben auch das Recht während des Trainings zuzuschauen, um sich ein besseres Bild über den Ablauf machen zu können. Denn nur so können sie feststellen, ob das Training tatsächlich für ihre Sprösslinge geeignet ist.

Befragung des Kindes zum Training

Eine Befragung des Kindes nach jedem Training ist auf jeden Fall empfehlenswert. Diese sollte jedoch Interesse der Eltern bekunden und keineswegs wie eine lästige Kontrolle rüberkommen. Dabei können Fragen wie:

  • Was habt ihr heute während des Aufwärmtrainings gemacht?
  • Welche Techniken waren heute an der Tagesordnung?
  • Habt ihr heute viel geboxt oder eher mit dem Fuß gekickt?
  • Durftet ihr gegen den Sandsack oder eine Pratze schlagen?
  • Habt ihr heute eure Boxhandschuhe benutzt?
  • Was hat dir heute am Training am meisten gefallen?
  • Was gefiel dir überhaupt nicht?

Diese Fragen zeigen ein ehrliches Interesse der Eltern. Außerdem stärken sie die Bindung zwischen den Eltern und den Kindern, da sie für das Gegenteil einer Ungerührtheit stehen.

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