Kickboxen gehört nach wie vor zu den modernen Kampfsportarten, die sich einer steigenden Beliebtheit erfreuen. Es punktet mit der leichten Erlernbarkeit, die jedoch eine starke Disziplin, eine gute Ausdauer und einen eisernen Willen, besser zu werden fordert. Darüber hinaus erhöht es den Grad der eigenen Kondition.

Erfahrt bei uns im Beitrag, wie ihr effektiv Kickboxen lernen könnt und ob ein Training zuhause dabei ausreichend sein kann.

In 30 Sekunden das Wichtigste:

  • Die Techniken des Kickboxens erscheinen auf den ersten Blick überschaubar und unkompliziert, jedoch erfordern Sie ein hohes Maß an Fleiß, Übung und Disziplin.
  • Um die perfekten Bedingungen für das Erlernen der Kampfsportart zu schaffen, ist in der Regel der Besuch einer Kampfsportschule unerlässlich.
  • Die meisten Sportvereine oder Sportschulen setzen ein Mindestalter von zwölf Jahren für Ihre Kickbox-Kurse voraus. Sie begründen die Altersgrenze mit der besseren Koordinations-, Konditions- sowie Kooperationsfähigkeit mit dem Lehrer.

Kickboxen lernen

Kickboxen einfach zu erlernen?

Im Vergleich zu Karate oder Taekwondo punktet das Kickboxen mit seiner geringeren Anzahl an Techniken. Allerdings weist es auch Verbindungen zu den genannten Kampfkünsten auf, denn Kickboxer nutzen sowohl ihre Hände als auch ihre Beine zum Ausführen von Arm- und Fußtechniken. Auf den ersten Blick erscheint Kickboxen als eine leicht erlernbare Kampfsportart, die nur wenige Techniken beinhaltet. Doch trainierte Kampfsportler wissen, dass der Schein trügt.

Die Techniken sind zwar nicht kompliziert, sie erfordern jedoch viel Fleiß, Übung und Disziplin.

Tritte mit den Füßen erfordern nicht nur eine hohe Muskelkraft, sondern auch eine gute Dehnung. Allerdings sollten diejenigen, die diesen Sport erlernen möchten, den Weg in eine Kampfsportschule machen. Denn selbst wenn das Kickboxen zahlreiche Ähnlichkeiten mit dem traditionellen Boxen oder Muay Thai aufweist, ist es autodidaktisch schwer erlernbar.

Es ist zwar nicht unmöglich diesen Sport zuhause zu lernen, dennoch kann ein erfahrener Kickbox-Trainer hilfreiche Ratschläge geben. Außerdem ist er ein guter Motivator, wenn die eigene Disziplin nachlässt und der Kickboxer das Gefühl hat, nicht mehr weitermachen zu können. Die Fußtechniken erfordern Kondition, Beweglichkeit und einen ausdauernden Willen. Sportkameraden helfen beim Verwirklichen dieser Ziele.

Wie lernt man Kickboxen am besten?

Kickboxen zeichnet sich nicht nur durch das schnelle Ausführen von Fuß- und Armtechniken, sondern auch durch eine gute Kondition und Dehnung. Kickboxer müssen nicht nur in einer guten körperlichen Verfassung, sondern auch gut gedehnt sein. Die Dehnung ist erforderlich, um geschmeidige Beinbewegungen auszuführen und das Verletzungsrisiko zu minimieren.

  • Um das Kickboxen jedoch richtig zu erlernen, ist der Besuch eines Sportvereins oder einer Privatschule unerlässlich.
  • Darüber hinaus sind regelmäßige Trainingsstunden erforderlich. Kickboxer sollten mindestens zwei Mal pro Woche für je 90 Minuten ein Training besuchen. Diejenigen, die ein wenig mehr Zeit haben, tun sich einen großen Gefallen, wenn sie drei Mal die Woche in das Kickbox-Training gehen.

Erfahrene Trainer führen ein gut strukturiertes Training durch. Das Kickboxen-Training besteht in aller Regel aus diesen fünf Elementen:

  1. Dementsprechend beginnen die Übungen mit einer lockeren Aufwärmgymnastik. So wird die Muskulatur in einem angemessenen Tempo warm.
  2. Anschließend folgen Dehnübungen. Da im Kickboxen die Beintechniken eine große Rolle spielen, ist das Dehnen der Ober-, Innen- sowie Unterschenkel unerlässlich. Anfänger neigen dazu, diese kleine Tatsache zu vernachlässigen. Das kann jedoch ernsthafte Folgen haben. Sie können im Anschluss bei ruckartigen Tritten schwerwiegenden Verletzungen erleben.
  3. Nach der Dehnung folgen Kraftübungen, welche beim Aufbau einer starken Muskulatur helfen sollen. Dazu gehören nicht nur Kniebeugen oder Bauchaufzüge, sondern auch Liegestützen. Die Letzteren trainieren den gesamten Körper.
  4. Erst nach einem ausgiebigen Aufwärmtraining geht es los mit Schlag- und Fußtechniken gegen einen Sandsack oder eine Pratze.
  5. Zuletzt folgen Kämpfe, bei welchen die Trainierenden jedoch Rücksicht auf ihre Sportkameraden nehmen. Die Kämpfe dienen auch als hervorragende Übungseinheiten zum Aufbessern der Kondition, denn sie stärken die Ausdauer der Kämpfer.

Lässt sich das Kickboxen zuhause erlernen?

Sowohl Anfänger als auch diejenigen, die kein Interesse am Kickboxen haben, vertreten die Auffassung, diesen Sport zuhause erlernen zu können. Leider trifft das in der Realität nicht zu:

Zum einen dominiert in der Regel zuhause der Platzmangel, zum anderen fehlen Trainingspartner und die Anleitungen eines fachkundigen Lehrers. Zahlreiche Übungen basieren auch auf der Anwesenheit eines Partners. Das eigene Zimmer erweckt nicht dieselbe Motivation wie eine Trainingshalle, in der Sandsacke von der Decke herabhängen und darauf warten in Bewegung gesetzt zu werden.

Was kann zuhause geübt werden?

Kickboxer können in ihren eigenen vier Wänden die Dehnübungen wiederholen. Eine regelmäßige Dehnung sorgt für eine besser gedehnte Muskulatur innerhalb eines kurzen Zeitraumes. Darüber hinaus können Trainierende zuhause Liegestützen, Sit-Ups und Kniebeugen trainieren. Sie bauen auf diese Weise eine starke Muskulatur auf, die sie während des Trainings benötigen. Und für die drei genannten Standardübungen eines jeden Kampfsporttrainings benötigen die Sportler weder viel Platz noch einen Partner.

Ab welchem Alter kann man Kickboxen lernen?

Diejenigen, die Kickboxen als Selbstverteidigung und als Sportprogramm betrachten, sollten wissen, dass hierfür keine Altersgrenze existiert. Individuen sind auch für diesen abwechslungsreichen Sport weder zu jung noch zu alt. Manche Sportvereine haben jedoch eine Altersgrenze, diese liegt je nach Verein bei 6 bis 12 Jahren.

Allerdings sollten interessierte Personen in einer guten körperlichen Verfassung sein, da der Sport eine hohe Kondition erfordert. Die weiteren Übungen lassen sich mittels Disziplin erlernen. Schließlich beinhaltet das Kickboxen weitaus weniger Techniken als die anderen Kampfsportarten. Es erfordert lediglich einen regelmäßigen Trainingsbesuch und den Willen stets besser zu werden. Denn motivierte Kickboxer pflichten Phillip Rosenthal bei seinem Zitat: „Wer aufhört besser zu werden, hat aufgehört gut zu sein“. Deswegen verfolgen sie das Ziel mit jedem Training besser zu werden. Diese Vorgehensweise wirkt sich des Weiteren auch positiv auf das Privat- und Berufsleben aus.

Wie lange dauert es, bis sich erste Erfolge sehen lassen?

Da das Kickboxen nicht so viele Techniken enthält, machen Trainierende bereits nach wenigen Monaten gute Fortschritte.

  • Eine Person, die sechs Monate Kickboxen trainiert, hat die grundlegenden Übungen verinnerlicht und ihre körperliche Kondition verbessert.
  • Darüber hinaus bauen Kickboxer nach wenigen Wochen eine gute Muskulatur auf, die sich sehen lassen kann.
  • Von diesem intensiven Muskeltraining profitieren insbesondere Oberarme und Oberschenkel.
  • Das gute an einem durchtrainierten Körper ist auch eine aufrechte Körperhaltung.

Diejenigen, die an Wettkämpfen teilnehmen möchten, sollten jedoch mindestens zwei Jahre regelmäßig und intensiv trainieren. Blutige Anfänger würde nur enttäuscht werden. Sie würden vermutlich auch demotiviert das Training aufgeben. Ein jahrelanges Training stärkt nicht nur das Selbstbewusstsein, sondern gibt den Wettkämpfern auch ein Gefühl der Sicherheit. Schließlich steigt bei einem Wettkampf der Puls an und das Herz schlägt vor Aufregung ein wenig schneller. Deshalb lohnt es sich vorher mindestens zwei Jahre trainiert zu haben.

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