Ninjutsu ist ein Kampfsport, der sich aufgrund seiner Techniken und seines spirituellen Charakters einer großen Beliebtheit unter kampfsportbegeisterten Anhänger erfreut. Bereits nach wenigen Monaten erzielen Trainierende sichtbare Erfolge. Sie können sich im Alltag geschickter bewegen. Des Weiteren nimmt die Qualität ihrer Wahrnehmung ihrer jeweiligen Umgebung zu.

Aber wie lernt man Ninjutsu? Lässt es sich zuhause erlernen und wie lange dauert es? In diesem Beitrag stellen wir vor, worauf es ankommt und wie ihr schnell zu Erfolg kommt.

In 30 Sekunden das Wichtigste:

  • Ninjutsu gehört zu den Kampfkünste, die nicht zuhause erlernbar ist. Aufgrund der Techniken, die Würfe und Hebel der Kampfsportart, sind die Trainierenden auf einen fachkundigen Trainer sowie auf gleichgesinnte Sportkameraden angewiesen.
  • Allerdings können Schüler zuhause die erlernten Grundtechniken üben und vertiefen. Sie haben die Möglichkeit, diese mit einem imaginären Partner durchzuführen und ihre Fitness grundsätzlich zu steigern.
  • Ninjutsu besteht aus vier Techniken: Körperschule, Waffenloser Nahkampf, Nahkampf mit Waffen & Spionageschule.
Ninjutsu lernen: So werdet ihr zum Profi

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Ist Ninjutsu zuhause erlernbar?

Ninjutsu gehört zu einer der Kampfkünste, die definitiv nicht zuhause erlernbar ist. Interessierte Kampfsportler sind bei diesem Sport auf einen fachkundigen Trainer sowie auf gleichgesinnte Sportkameraden angewiesen.

Warum ein Training zuhause nicht ausreicht:

  1. Das liegt an komplizierten Techniken, die Würfe und Hebel beinhalten, die nicht einfach zu erlernen sind.
  2. Darüber hinaus ist im Ninjutsu eine Fallschule inbegriffen. Anfänger benötigen zu einem korrekten Ausüben der Falltechniken weiche Matten. Würden Anfänger auf ihrem Teppichboden die Rolle vorwärts trainieren, könnten sie sich Verletzungen zufügen, die sie demotivieren würden.
  3. Partnerübungen setzen natürlich auch einen Partner voraus. Auch der lockere Zweikampf kann nur mit einem Partner und ausreichend Platz realisiert werden.

Es gibt aber dennoch ein paar sinnvolle Übungen für zuhause. Es geht hierbei um die Vertiefung von Grundtechniken und den Aufbau einer soliden Kondition mit Fitnessübungen.

Was lässt sich zuhause üben?

  1. Schüler können zuhause die erlernten Grundtechniken üben und vertiefen. Sie haben die Möglichkeit, diese mit einem imaginären Partner durchzuführen. Trainierende stellen sich dabei in Gedanken einen Angriff vor und führen die vorgeschriebene Abwehrtechnik aus. In der Praxis fordern erfahrene Trainer von ihren Schülern hin und wieder diese Vorgehensweise. Dadurch können die Schüler ihre Ausführung der Technik perfektionieren. Diejenigen, die diese Art des Übens beherrschen, zeichnen sich im Training durch eine exzellente Spitzenleistung aus.
  2. Darüber hinaus können die Ninjutsu-Anhänger zuhause sowohl ihre Beweglichkeit als auch ihre Kondition weiter ausbauen. Es ist notwendig diesen Horizont stets zu erweitern. Nur dadurch erzielen Kampfsportler eine kontinuierliche Verbesserung ihrer Leistung. Zudem fühlen sie sich besser. Ferner verstärkt sich dank dieser Vorgehensweise ihre Begeisterung für das Ninjutsu. Es lohnt sich auf jeden Fall, zuhause an der Beweglichkeit und Ausdauer zu feilen.
  3. Auch die intensiven Wahrnehmungsübungen des Ninjutsu können von den Schülern zuhause praktiziert werden. Nur wer mit vollem Herzen dabei ist, kann sich die Fähigkeiten eines Ninjas aneignen. Auf Willen, Mut und Ausdauer folgen Disziplin und Motivation. Die Letztere spiegelt sich in einem strukturierten Heim-Training wider.

Die 4 Techniken des Ninjutsus

Die beste Möglichkeit, sich das Ninjutsu anzueignen, liegt im regelmäßigen Trainieren. Dazu suchen sich interessierte Kampfsportler entweder einen Verein oder eine Privatschule, die diese lehrreiche Kampfkunst weitergibt. Ninjutsu besteht aus den nachfolgenden vier Techniken. Diejenigen, die diese erst einmal theoretisch verinnerlichen, können sie auch in die Praxis umsetzen.

Taihen Jutsu – KörperschuleBei dieser Technik bauen die Kämpfer zuerst ihre Kondition auf. Fall- und Gleichgewichtsübungen erhöhen ebenfalls die Kondition.
Tai Jutsu – Waffenloser NahkampfIn diese Kategorie fällt eine Vielzahl von Fähigkeiten. Dazu gehören Schläge, Tritte, Würfe und Stiche mit den Fingern sowie Zehen auf schmerzempfindliche Punkte des Angreifers.
Nahkampf mit WaffenBei dieser Technik trainieren Kämpfer nicht nur den Umgang mit Schwert und Stock, sondern auch mit den klassischen Wurfwaffen wie Sternen oder Klingen. Sie verwandeln auch Alltagsgegenstände in gefährliche Waffen.
Cho Ho – SpionageschuleCho Ho lehrt gute Tarntechniken. In der Nacht leuchten das Gesicht und die Hände im Dunkeln. Deshalb müssen diese Hautstellen getarnt werden und wenn keine Wollmütze vorhanden ist, hilft ein angebrannter Korken weiter. Diesen sollten die Kämpfer mit einem Feuerzeug anzünden, jedoch nicht komplett verbrennen lassen, sondern anbrennen, löschen und anschließend das Gesicht mit der schwarzen Seite des Korkens einreiben. Die Tarnung ist fertig.

Des Weiteren lernen Kämpfer in der Spionageschule im Einklang mit der Natur zu leben, wenn ihnen das Nahrung und das Trinken ausgehen. Ninjakämpfer waren im Hinblick auf die Strategie, Meteorologie, Heilung, Atmung sowie Spiritualität belehrt.

Die genannten Übungen und Schwerpunkte können Kampfsportler zuhause vertiefen. Ihre Kondition können sie mit einem regelmäßigen Joggen verbessern. Das Ausführen der Hebel-, Wurf-, Schlag- oder Tritttechniken ist jedoch lediglich in der Schule mit einem Partner möglich. Allerdings können auch zur Not Freunde einspringen. Dann sind auch die anderen Techniken zuhause ausführbar.

Ninjutsu Übungen für zuhause

YouTube sowie zahlreiche Ninjutsu-Fachbücher ergänzen den Wissenshorizont um ein Vielfaches. Für die eigenen vier Wände eignen sich auf jeden Fall, die Übungen, die keinen Partner erfordern. Dazu gehören u.a. die Bewegungsabläufe, Falltechniken sowie Atem- und Meditationsübungen.

Die spezielle Gymnastik namens Jûnan Taisô können auch Anfänger zuhause trainieren. Sie tun sich und ihrem Körper damit sogar einen großen Gefallen. Diese dienen dem Erschaffen von Grundlagen eines waffenlosen Trainings. Zum Teil vermittelt diese Gymnastik den Eindruck, als würden die Trainierenden Stöße und Schläge üben, wobei diese Bewegungen die Muskeln stärken, lockern und dehnen. Atem- und Standübungen helfen beim Auffinden der Mitte. Dank dieser Gymnastik bewegen sich Ninjutsu-Anhänger im Alltag wesentlich natürlicher.

Wie lange dauert es um Ninjutsu zu lernen?

Wie lange es dauern, um das Ninjutsu zu erlernen, hängt von dem gewünschten Niveau, welches die Schüler erreichen möchten, ab. Erfahrene Kampfsportler wissen jedoch, dass ein Meister lediglich ein Schüler ist, der nie aufgegeben hat. Allerdings stellen Anfänger bereits nach drei bis sechs Monaten erste Fortschritte fest. Die einfachen Fallübungen wie das Vorwärts- und Rückwärtsrollen, die Anfängertechniken, wie das Abwehren von Angriffen, sowie Hebe- und Wurftechniken sind ebenfalls in Abhängigkeit von ihrem Schwierigkeitsgrad nach drei bis sechs Monaten gut erlernbar.

  • Allerdings sollten Ninjutsu-Schüler mindestens zwei oder drei Mal pro Woche in das Training gehen. Ideal wären drei Trainingseinheiten mit je einem oder zwei Tagen Pause dazwischen. Einmal die Woche in das Training zu gehen, reicht jedoch definitiv nicht aus.
  • Empfehlenswert sind auch intensive Trainingscamps mit dem eigenen Verein oder aber mit anderen Gleichgesinnten. Diese Workshops gibt es von Zeit zu Zeit und werden von erfahrenen Trainern angeboten.
  • Ninjutsu-Anhänger, die jedoch an Wettkämpfen teilnehmen möchten, sollten allerdings mehrere Jahre intensiv trainieren. Zum einen wird ihnen ein jahrelanges Training ein gewisses Selbstbewusstsein und Sicherheitsgefühl mit auf den Weg geben, zum anderen treffen sie dort auf erfahrene Ninjutsu-Kämpfer. Ein Anfänger, der erst vier Monate trainiert und im Wettkampf gegen einen Rivalen, der bereits vier Jahre das Ninjutsu ausübt, verliert, könnte demotiviert aufgeben. Deshalb empfehlen erfahrene Trainer ein mehrjähriges Training, ehe eine Teilnahme am Wettkampf in Erwägung gezogen wird. Zudem stehen jedoch die Meister ihren Schülern mit Rat und Tat zur Seite. Kein verantwortungsbewusster Ninjutsu-Lehrer wird seinem Lehrling zu einem Wettkampf raten, wenn er feststellt, dass dieser noch nicht so weit ist.

Wann kann ich mich mit Ninjutsu verteidigen?

Personen, die mindestens drei Monate zwei bis drei Mal die Woche das Ninjutsu praktizieren, können auch die gelehrten Techniken zur Verteidigung nutzen. Die Verteidigungstechniken gehen nach einer gewissen Zeit als automatische Reaktion auf einen Angriff in das Fleisch und Blut über.

Zwar werden die Schüler im Notfall keine Technik, wie sie diese im Training erlernt haben anwenden können. Allerdings werden sie auch nicht hilflos dastehen, denn sie treffen auf die Situation nicht unvorbereitet. Langjährige Meister vertreten die Auffassung, gute Kämpfer benötigen lediglich fünf Abwehrtechniken, die sie nahezu perfekt beherrschen, um sich effektiv verteidigen zu können. Dasselbe gilt für die Selbstverteidigung im Hinblick auf die Anwendung der Ninjutsu-Techniken in der Realität.

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