Seit der Jahrtausendwende ist Tae Bo in Europa im Kommen. Das dynamische Kardiotraining, das viele Elemente aus der asiatischen Kampfkunst enthält, erfreut sich vor allem beim jüngeren Publikum einer großen Beliebtheit. Bei Frauen ist es dabei ebenso beliebt wie bei Männern. Damit unterscheidet es sich sowohl von anderen Workout-Formen, die sich eher an Frauen und deren Problemzonen richten, als auch von typischen Kampfsportarten, die wiederum eher bei Männern gut ankommen.

Aber wie ist die Kampfsportart entstanden und welche Eigenschaften hat sie? In diesem Beitrag möchten wir Hintergründe beleuchten.

Tae Bo

Billy Blanks: Erfinder von Tae Bo

Erfunden und weiterentwickelt wurde Tae Bo etwa zwischen 1980 und 1990 von Billy Blanks, einem Kampfsportler, Trainer und Schauspieler. Genau vielseitig wie die Tätigkeitsfelder ist auch die Kampfsportart, sie besteht aus einem Mix mehrere Kampfsportarten. In ihr werden Elemente aus Karate, Taekwondo und Kickboxen mit Aerobic kombiniert. So entsteht ein Workout, das Fit hält und Kenntnisse zur Selbstverteidigung vermittelt.

Obwohl der Name Tae Bo zunächst an eine typisch asiatische Kampfsportart erinnert – insbesondere an Taekwondo, wo das koreanische Wort „Tae“ für „Faust“ steht –, ist die Bezeichnung jedoch nur eine Abkürzung für den Slogan des Erfinders. Jeder Buchstabe verbirgt eine Anleitung bzw. Regel.

Wofür steht Tae Bo?

Wie bereits erwähnt enthält jeder Buchstabe eine bestimmte Anleitung, sie lauten folgendermaßen.

  • T = „total commitment to whatever you do“ Dementsprechend verlangt Tae Bo vom Sportler den vollen Einsatz für seine Aktivitäten und sein Handeln.
  • A = „awareness of yourself and the world“ Der Sportler soll nicht nur auf sich selbst achten, sondern auch auf seine Umwelt und seine Umgebung.
  • E = „excellence, the truest goal in anything you do“ Dies heißt übersetzt so viel wie „Perfektion, das wichtigste Ziel in all deinem Handeln“
  • B = „(the) body as a force for total change“  Der Sportler soll die Macht seines Körpers dafür einsetzen, die größtmögliche Veränderung zu erzielen.
  • O = „obedience to your will and your true desire for change“ Der Wille und das wahre Verlangen nach Veränderung sollen als stärkste Kraft gesehen werden, der sich der Sportler stets unterordnet.

Diese Namensgebung zeigt bereits deutlich, dass asiatische Kampfkünste einen wesentlichen Einfluss auf Tae Bo haben. Auch die Kampfsportarten sind meist von ähnlichen Philosophien geprägt.

  • Billy Blanks ist zudem siebenfacher Karatemeister, sodass es kein Wunder ist, dass er von dieser Art der Philosophie geprägt ist.
  • Um seine neue Sportart zu vermarkten, nutzte Billy Blanks zunächst DVDs und Videos. Daraufhin konnte sich Tae Bo schnell verbreiten, denn dank der acht Grundelemente ist es sehr einfach zu erlernen. Darüber hinaus tragen auch die gemischten Trainingsgruppen dazu bei, dass die Sportart sehr attraktiv wirkt.
  • Mittlerweile ist der Sport weltweit verbreitet und wird in zahlreichen Fitnessstudios angeboten. Der Name ist geschützt, weshalb er nur unter bestimmten Voraussetzungen eingesetzt werden darf. Es gibt aber mittlerweile verwandte Sportarten, die sich von Tae Bo abgeleitet haben, wie etwa Thai Fit, Tai Bo und Thai Bo.
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