Wenn Ihr den Schritt wagt und Euch einmal zum Kickboxen Training begebt, werdet Ihr überrascht sein, wie professionell hier trainiert wird und wie Euch die Bewegungen helfen, Eure Fitness zu steigern. Wir werden Euch hier einen kleinen Überblick verschaffen, wie ein Training abläuft und welche Übungen Ihr auch zuhause durchführen könnt.

In unserem Beitrag über das Kickboxen Training findet ihr eine Reihe von Informationen. Nehmt Euch 15min Zeit und lest ihn komplett oder klickt am besten auf den Punkt, um direkt dort hinzuspringen, falls Ihr es eilig habt, viel Spaß!

Kickboxen Training

 

Kickboxen Training FAQ

Der Einstieg in das Kickboxen sieht in der Regel so aus, dass Ihr Euch den nächsten Verband sucht und 1 oder 2 mal wöchentlich zum Training geht. Nach wenigen Wochen werdet Ihr dann sicher sein, ob Euch dieser Sport nun zusagt oder nicht.

Obwohl Ihr nur selten einen derartig ausgezeichneten „Kickboxen Kurs“ oder ähnlich finden werdet, so beinhaltet doch ein großer Teil der allgegenwärtigen Selbstverteidigungskurse einige Kickboxen Techniken.
Auch, wenn Diese vorher aus anderen Kampfkünsten übernommen wurden, aber das ist eine andere Geschichte.

Ist ein Einstieg ohne Vorkenntnisse möglich?

Der Vorteil am Kickboxen gegenüber Judo, Karate und Taekwondo ist, dass die Begriffe aus der englischen Sprache stammen. Somit klingt die Aussprache der Begriff nicht so fremdartig für Euch und Ihr fühlt Euch deutlich schneller damit vertraut. Weiterhin ist Kickboxen eine sehr einsteigerfreundliche Sportart, da Ihr Eure ersten Schläge ohnehin an den Sandsack oder die Pratzen austeilen werdet.

Kann man sehr schnell Kickboxen lernen?

Das kommt ganz darauf an, wohin Ihr wollt. Das Erlernen der Grundtechniken kann bei einem motorisch einwandfreien, jungen Menschen durchaus innerhalb einiger Wochen geschehen und eine gesteigerte Fitness und Kraft wird sich innerhalb dieses Zeitraumes auch zeigen.

Die Perfektion hingegen, Euch einen schwarzen Gürtel zu erkämpfen oder einen Platz auf der Treppe bei der nächsten Meisterschaft zu gewinnen, erwerbt Ihr nicht im Kickboxen Kurs über das Wochenende. Das kann viele Jahre mühsamer Übung erfordern. Hier gilt wohl wieder das Gleiche, wie in jedem Kampfsport: Egal, wo man auch beginnt, auslernen wird man nie vollständig.

Ablauf einer Trainingsstunde im Kickboxen

Damit ihr euch ein Bild machen könnt, wie eine Trainingsstunde im Kickboxen abläuft, versuchen wir im Folgenden eine typische Stunde vorzustellen.

1. Die BegrüßungZur Begrüßung haben wir beim Kickboxen bereits das erste Problem, da zwar die Techniken aus den asiatischen Kampfkünsten übernommen wurden, die Verhaltensformen jedoch nicht. Es gibt somit nur wenige allgemeingültige Regeln für die Begrüßung, aber wir wollen versuchen, Euch die Gängigsten aufzuzeigen. Die Verneigung vor dem Trainingsraum und den Mitschülern an der Türschwelle wurde übernommen und wird in den meisten Verbänden durchgeführt.

  • Aufgestellt wird sich in der Regel wie bei Karate und Judo, also in einer Reihe nach Gürtelstufen. Hier existieren ebenfalls viele Formen der Begrüßung mit dem Trainer. In manchen Vereinen sind bestimmte Grußformeln oder kniende Verbeugungen üblich, während andere einfach nur das Wort „Oss“ oder „Ossu“ benutzen.
  • Meist geschieht dies mit einer Verbeugung, die im Kickboxen häufig so aussieht: Der Körper steht aufrecht, die Füße sind schulterbreit auseinander und zeigen nach vorn, die Hände werden vor dem Gesicht aufeinandergelegt, die Fingerspitzen zeigen nach oben.
  • Auf Nummer sicher geht Ihr, indem Ihr den Trainer oder einen der anderen Schüler vor dem Training nach den Gepflogenheiten fragt. Man wird Euch Euer Interesse daran, alles richtig zu machen, nicht negativ auslegen.
2. Aufwärmen und DehnenDas Aufwärmen gehört selbstverständlich zum Kickboxen Training dazu. Hier werdet Ihr Euch intensiv bewegen, um die Muskeln aufzuwärmen und den Kreislauf in Schwung zu bringen. Empfehlenswert sind alle Aktivitäten, die den ganzen Körper von Kopf bis Fuß fordern, da Ihr jeden Muskel benötigen werdet. Beispiele sind Seilspringen, Schattenboxen, Hindernisparcours oder Laufübungen unter Zuhilfenahme von Armbewegungen.

Anschließend folgen ein paar Dehnübungen. Die gesamte Aufwärmphase umfasst in der Regel die ersten 20 bis 30 Minuten des Trainings.

3. Technik & SchattenboxenDas eigentliche „Kickboxen lernen“ kann auf verschiedenen Wegen geschehen. Zum Erlernen neuer Techniken werden meist der Sandsack oder ein Übungspartner mit Pratzen herangezogen oder Ihr erlernt Eure Techniken im Schattenkickboxen. Hier verfolgt jeder Trainer ein anders Konzept.

  • Tatsache ist, dass Ihr Eure Hand- und Beintechniken nicht direkt im Wettkampf erlernen werdet, sondern diese zuerst am leblosen Trainingsgerät ausprobiert. Diese Übung sollte am besten unter der Aufsicht des Trainers durchgeführt werden.
  • Auch die Kombination des Trainers persönlich mit den Pratzen ist nicht unüblich, da er Eure Bewegungen somit aus der Sicht eines Gegners analysieren kann.
4. ÜbungskampfEin weiterer Bestandteil ist der Übungskampf der erlernten Techniken am Übungspartner. Das kann entweder mit abgesprochenen Techniken oder frei aus der Situation heraus geschehen.

  • Hier sollt Ihr ein Gefühl für Entfernungen entwickeln und lernen, auf Angriffe des Gegners mit Abwehrtechniken und Meidbewegungen zu reagieren.
  • Diesen Übungsteil dürft Ihr nicht mit einem richtigen Sparring verwechseln.
5. Vorbereitungen PrüfungenIm Training der Selbstverteidigung werdet Ihr in verschiedene Situationen gebracht, aus denen Ihr Euch dann mithilfe von Kickboxtechniken kontrolliert befreien sollt. Auch im Prüfungsprogramm ist die Selbstverteidigung enthalten. Detaillierte Informationen zu den Prüfungsprogrammen findet Ihr im Abschnitt Regeln & Gürtel.
6. SparringDas Sparring, der Wettkampf, bildet die größte Herausforderung. Hier werdet Ihr gegen einen ebenbürtigen Gegner antreten und nach Wettkampfregeln kämpfen. Das Ziel besteht zwar darin, zu gewinnen, vergesst aber dabei nicht, die Regeln bezüglich Trefferzonen und verbotenen Angriffen zu beachten.
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