Ein MMA Wettkampf ist spannend anzusehen, aber wie wird man eigentlich ein Profi-Kämpfer? Diese Frage lässt sich einfach beantworten: Durch hartes Training. Wie ein solches Training aussieht, welche Techniken zum Einsatz kommen und welche Regeln gelten, möchten wir im folgenden Beitrag vorstellen.

MMA Geschichte

MMA Ausrüstung

Jeder Kampfsportler benötigt eine gute Ausrüstung. Dies trifft auch auf Mixed Martial Arts zu. Da bei diesem Vollkontaktkampfsport viele unterschiedliche Kampfsportarten miteinander gemischt werden, gibt es aber keine einheitliche Bekleidung. Meist setzt sich das Outfit am Anfang aus Shorts, einem Rashguard oder einem engen T-Shirt zusammen. Auch ein Zahnschutz ist empfehlenswert.

Wichtig sind die Handschuhe, die den Gegner ebenso wie die eigenen Gliedmaßen vor schweren Verletzungen schützen. Oft sind unterschiedliche Paare von Handschuhen erforderlich, denn ihr trainiert nicht nur im Zweikampf mit einem Partner, sondern lernt noch weitere Kampfsportarten – darunter auch Boxen, Muay Thai, Kickboxen und Jiu Jitsu. Jede dieser Kampfsportarten hat eine eigene Art von Handschuhen.

Graduierungen beim MMA

Mixed Martial Arts ist eine Mischung aus mehreren Kampfsportarten, sodass es hier kein einheitliches Graduierungssystem und auch keine speziellen Gürtelfarben gibt. Es kann aber sein, dass an verschiedenen Schulen interne Graduierungsstufen üblich sind, damit sich der Fortschritt der Schüler untereinander besser vergleichen lässt. Letztendlich geht es beim MMA dann um die gewonnenen Wettkämpfe und Siege über andere Profis.

MMA Techniken

Mixed Martial Arts ist ein noch recht junger Sport. Er vereint alle Kampfdistanzen, das Schlagen, das Treten, das Clinchen, den Bodenkampf und das Werfen, wobei eine möglichst geringfügige Beschränkung durch Regeln angestrebt wird.

  • Das Ziel von MMA besteht darin, den Gegner in einem Kampf  zu besiegen, bis er entweder durch Abklopfen aufgibt, der Schiedsrichter den Kampf beendet oder der Gegner k.o. geht, also ohnmächtig wird. Im Gegensatz zum traditionellen Ringkampf ist es beim MMA nicht notwendig, den Gegner mit beiden Schultern auf dem Untergrund zu fixieren. Es ist auch aus der Rückenlage heraus noch möglich, seinen Gegner zu besiegen.
  • Die Kämpfer werden bei Wettkämpfen in mehrere Gewichtsklassen eingeteilt. Anders als etwa in traditionellen Karate- und Kung-Fu-Stilen gibt es beim Mixed Martial Arts keine Techniken oder Formen, die sich nicht direkt im Kampf einsetzen lassen. Wegen des Wettkampfcharakters werden auch keine reinen Selbstverteidigungstechniken gelehrt, also keine Nervendruck-, Waffen- und Entwaffnungstechniken. Fingerstiche oder Handkantenschläge werden ebenfalls nicht trainiert.

Bekannte Techniken bei MMA

Im Mixed Martial Arts können im Prinzip sämtliche Techniken aus jedem Kampfsport eingesetzt werden, sofern sie den Regeln entsprechen. Da sie im Wettkampf einen großen Erfolg haben, konnten sich im Laufe der Zeit aber einige Techniken aus bestimmten Kampfsportarten herauskristallisieren. In der ersten Distanz, dem Standkampf (Stand-Up) werden die Tritte und Schläge aus Kampfsportarten wie Thaiboxen, Karate, Taekwondo, Boxen und Kickboxen eingesetzt. In der zweiten Distanz, dem Nahkampf (Clinch Fights) kommen die Helbel und Würfe aus dem Judo, dem Sambo und dem Ringen zum Einsatz. In der dritten Distanz, also dem Bodenkampf (Grappling), finden insbesondere die Hebeltechniken und Haltegriffe aus Kampfsportarten wie Judo, Ringen, Brazilian Jiu Jitsu, Luta Livre und Sambo Verwendung.

Da die Techniken insgesamt sehr umfangreich sind, kann kein Kämpfer sie alle gleichermaßen gut beherrschen. Dementsprechend ist der Ausgang der Wettkämpfe in den Mixed Martial Arts auch sehr unberechenbar, was die Zuschauer bei den Profikämpfen begeistert.

Regeln im MMA

Nicht selten kritisieren die Gegner der MMA, es gäbe bei diesem Vollkontaktsport keine Regeln. Das ist aber nicht korrekt. Obwohl es nur wenige Regeln gibt, existieren sie durchaus:

  1. Jeder Kampf muss von einem Ringrichter überwacht werden.
  2. Es wird in Gewichtsklassen gekämpft.
  3. Es gibt Fouls – in Deutschland insgesamt 31 Stück.
  4. Der Kampf wird beendet, sofern der Kämpfer durch Abklopfen sein Aufgeben signalisiert, wenn ein Teilnehmer k.o. geht oder wenn der Kampf durch den Schiedsrichter abgebrochen wird.

Sollte keines der letzten Ereignisse eintreten, kann es zu einem Sieg nach Punkten kommen.

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Letzte Aktualisierung am 15.08.2018 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API