Kampfsportarten im Vergleich: Welche passt zu Dir?

Ihr wisst noch nicht genau welcher Kampfsport für Euch geeignet sein könnte? Dann seid Ihr hier genau richtig bei unserem Vergleich beliebter Sportarten zur Selbstverteidigung. In der Tabelle findet Ihr Punktewertungen in unterschiedlichen Kategorien, etwas weiter unten Details zu der Bewertung.

Am besten seht die Tabelle als Anregung und besucht im Anschluss mal eine Trainingsstunde und macht Euch ein eigenes Bild. Mit einem Klick auf die Kategorie scrollt ihr automatisch runter zu der Beschreibung.

Judo Karate Taekwondo Kickboxen Krav Maga
Schwierigkeit des Erlernens 5 5 5 7 9
Trainingsdauer zur Beherrschung 6 4 5 8 10
Effektivität im Ernstfall 7 9 7 7 10
Fitnessfaktor 8 8 9 9 4
Kraftbedarf 8 6 4 4 9
Beweglichkeit 3 6 9 8 4
Verbreitung 9 9 8 6 3
Eignung
Kinder, Frauen und Männer und Senioren Kinder, Frauen und Männer und Senioren Kinder, Frauen und Männer, für Senioren weniger geeignet Kinder, Frauen und Männer, für Senioren ungeeignet Eignung für jede Geschlechts- und Altersgruppe
Punktestand (gesamt) 43 41 38 41 45

Fazit

Hier haben wir versucht die Kampfsportart in wenigen Worten auf den Punkt zu bringen.

Judo

Judo heißt „flexibler Weg“ und verfolgt das Ziel, den Gegner mit möglichst wenig Kraftaufwand zu besiegen, wodurch Hebel und Würfe das Herzstück des Judo bilden.

Judo wurde als Fusion verschiedener Kampfkünste geschaffen und eignet sich gut zur Selbstverteidigung im Kampf auf nächster Nähe und um den Gegner am Boden zu halten, ist aber weniger geeignet, einem Angreifer auf Distanz zu begegnen. Beim Judotraining oder im Kampf aus nächster Nähe allerdings kann sich Judo vs. Karate und Taekwondo durchsetzen.

Weiterlesen im Judo Wiki

Karate

Karate, die „leere Hand“, ist eine uralte japanische Kampfkunst, die überwiegend Schlag-, Tritt- und Hebeltechniken besteht, aber auch Würfe sowie Angriffe auf Nervendruckpunkte einsetzt.

Karate lehrt im Lauf des Trainings sehr viele Techniken, so dass ein ausgebildeter Karateka aus allen Distanzen sehr gefährlich ist. Das Problem ist, dass diese Ausbildung viele Jahre intensives Karatetraining erfordert. Lediglich im Duell Karate vs. Krav Maga könnte ein erfahrener Karateka auf einen ebenso vielfältigen Gegner treffen.

Weiterlesen im Karate Wiki

Taekwondo

Taekwondo heißt „Weg der Hand- und Fußtechniken“ und den Kern bilden die vielen verschiedenen Fußtechniken, aber auch Schläge und Bruchtests gehören zum Taekwondo-Trainingsprogramm.

Taekwondo wird heute überwiegend als Wettkampfsportart betrieben und ist auf größere Distanzen (Beinlänge) sehr effektiv. Die zusätzlichen Bruchtests stärken die Knochenstruktur. Würde man Taekwondo vs. Judo vergleichen, dann hätte der Taekwondoin so lange die Oberhand, bis der Judoka die Entfernung verringern und in den Nahkampf gehen kann.

Weiterlesen im Taekwondo Wiki

Kickboxen

Kickboxen entstand nach dem amerikanischen Vorbild des Sportkarate und besteht rein aus Schlag- und Tritttechniken, wobei im Training allerdings auch Selbstverteidigungssituationen geübt werden.

Im Kickboxen kommen Schläge und Tritte in überschaubarer Anzahl zum Einsatz. Der Vergleich Kickboxen vs. Taekwondo würde also vermutlich zu keinem eindeutigen Ergebnis führen. Die Techniken des Kickboxen benötigen zwar viel Kraft, sind aber recht intuitiv und daher einfacher zu erlernen.

Weiterlesen im Kickboxen Wiki

Krav Maga

Das Krav Maga, übersetzt „Kontaktkampf“, lehrt Schlag-, Tritt- und Hebeltechniken, die Benutzung von alltäglichen Gegenständen als Waffe, die Verteidigung gegen mehrere Gegner und alles, was sonst in einem Ernstfall funktioniert.

Der Gründer orientierte sich nicht an vereinzelten Kampfkünsten, sondern schuf ein Selbstverteidigungssystem, welches auf Effizienz ausgelegt ist und schnell erlernt werden kann. Dadurch ist Krav Maga äußerst effektiv im Ernstfall auf allen Distanzen und mit in allen Umgebungen, aber weniger als Fitnesssportart geeignet.

Weiterlesen im Kickboxen Wiki

Effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung

Als effektivste Kampfsportart zur Selbstverteidigung können wir Euch guten Gewissens das Krav Maga empfehlen. Der Begründer legte großen Wert darauf, dass es effektiv ist, schnell erlernt werden kann und dabei keine allzu hohen körperlichen Anforderungen benötigt.

Ihr erlernt hier gezielt jene Techniken, die Euch mit Eurer Statur tatsächlich von Nutzen sind. Außerdem baut Krav Maga auf natürliche Reflexe und ist damit einfacher zu erlernen, als die meisten anderen Kampfsportarten und Kampfkünste.

Der einzige große Nachteil ist die dürftige Verbreitung, denn leider ist es in Deutschland noch nicht flächendeckend verfügbar.

Kampfsportarten Vergleich

Besonderheiten der Kampfsportarten:

  • Judo heißt „flexibler Weg“ und verfolgt das Ziel, den Gegner mit möglichst wenig Kraftaufwand zu besiegen, wodurch Hebel und Würfe das Herzstück des Judo bilden.
  • Karate, die „leere Hand“, ist eine uralte japanische Kampfkunst, die überwiegend Schlag-, Tritt- und Hebeltechniken besteht, aber auch Würfe sowie Angriffe auf Nervendruckpunkte einsetzt.
  • Taekwondo heißt „Weg der Hand- und Fußtechniken“ und den Kern bilden die vielen verschiedenen Fußtechniken, aber auch Schläge und Bruchtests gehören zum Trainingsprogramm.
  • Kickboxen entstand nach dem amerikanischen Vorbild des Sportkarate und besteht rein aus Schlag- und Tritttechniken, wobei im Training allerdings auch Selbstverteidigungssituationen geübt werden.
  • Das Krav Maga, übersetzt „Kontaktkampf“, lehrt Schlag-, Tritt- und Hebeltechniken, die Benutzung von alltäglichen Gegenständen als Waffe, die Verteidigung gegen mehrere Gegner und alles, was sonst in einem Ernstfall funktioniert.

Die Vergleichskriterien im Detail

Hier findet Ihr Details zu den oben genannten Vergleichskriterien, der Übersichtlichkeit wegen, wurden diese oben nicht genannt.

Schwierigkeit des Erlernens

Wie schwer ist welche Kampfsportart?

Beschreibung: Wie komplex ist die jeweilige Kampfsportart zu erlernen, weichen die Bewegungsabläufe stark vom Alltag ab?

  • Beim Judo, Karate und Taekwondo müsst Ihr viele neue Bewegungen erlernen und beginnen, im Alltag selten genutzte Muskeln zu trainieren.
  • Beim Kickboxen Unterricht werdet Ihr feststellen, dass die Bewegungen deutlich intuitiver sind als bei den asiatischen Kampfkünsten.
  • Krav Maga orientiert sich an Reflexen und natürlichen Bewegungsabläufen, daher ist es im Vergleich relativ einfach zu erlernen.

Trainingsdauer zur Beherrschung

Wie lange muss man Kampfsport üben bis man ihn beherrscht?

Beschreibung: In welcher Zeit lassen sich Grundtechniken erlernen und wie lange dauert es bis man die Sportart „beherrscht“.

  • Die Grundwürfe des Judo können recht schnell erlernt werden, um sie in einem Notfall anwenden zu können.
  • Karate enthält sehr viele Techniken, deren Beherrschung allerdings viele Jahre braucht.
  • Besonders die Beintechniken erfordern viel Übung, um diese zu Beherrschen.
  • Aufgrund der überschaubaren Anzahl der Techniken kann Kickboxen recht schnell gelernt werden.
  • Krav Maga verfolgte früher das Ziel, Soldaten innerhalb weniger Wochen kampffähig zu machen.

Effektivität im Ernstfall

Wie effektiv sind die einzelnen Kampfsportarten?

Beschreibung: Kann die Kamfpsportart im Ernstfall helfen sich gegen einen oder mehrere Gegner zur Wehr zu setzen.

  • Der Judoka ist gefährlich aus nächster Nähe und im Bodenkampf, auf Entfernung jedoch weniger Effektiv.
  • Ein Karateka ist aus allen Distanzen sehr gefährlich und beherrscht auch Hebel und Haltegriffe.
  • Der Taekwondoin ist gefährlich auf Entfernungen, da die Arm- und Beintechniken eine große Reichweite haben – selbes gilt beim Kickboxen.
  • Krav Maga wurde ausschließlich für den Ernstfall entworfen und auf absolute Effektivität ausgelegt.

Fitnessfaktor

Wie viel Kondition braucht man für Kampfsport?

Beschreibung: Wie viel Fitness ist notwendig um die Kampfsportart auszuüben und wie wirkt sich das Training auf das Fitnesslevel aus.

  • Das auf den Zweikampf ausgelegte Judo beansprucht viele Muskelgruppen und sorgt somit für eine bessere Fitness.
  • Karate strengt den ganzen Körper an. Durch die Dynamik, auch in Grundschule und Formenlauf, steigt die Fitness enorm.
  • Die schlagenden und tretenden Bewegungen in Verbindung mit der Anstrengung verbrennen sehr viele Kalorien. Das gilt auch für Kickboxen.
  • Im Krav Maga gibt es keine Wettkämpfe. Ihr benutzt die Techniken, die Euch bei Eurer Verfassung möglich sind.

Kraftbedarf

Wie hoch ist der Kraftbedarf bei Kampfsportarten?

Beschreibung: Ist die Kampfsportart auch ohne hohen Kraftbedarf zu erlernen bzw. auszuüben – bzw. wie wirkt sich das Training auf das Training der Muskelkraft aus.

  • Judo ist darauf ausgelegt, möglichst wenig eigene Kraft anzuwenden, um den Gegner zu Fall zu bringen.
  • Karate lehrt auch das Treffen von Nervenpunkten, wodurch weniger Kraft nötig ist.
  • Die Schläge und Tritte sind nur mit großer Kraft wirklich effektiv. Etwa derselbe Kraftbedarf ist auch bei Kickboxen von Nöten.
  • Krav Maga enthält viele Techniken, von denen etliche ohne großen Kraftaufwand ausgeführt werden können.

Beweglichkeit

Wie beweglich sollte man für Kampfsport sein?

Beschreibung: Die Anforderungen an die Beweglichkeit variieren innerhalb der Kampfsportarten mitunter erheblich. Das betrifft in erster Linie die Beweglichkeit für Würfe oder auch Fußtritte.

  • In jeder Kampfsportart existieren beim Training für Fortgeschrittene Tritttechniken, die ein hohes Maß an Beweglichkeit erfordern.
  • Jedoch kann das Anfängertraining im Judo sowie beim Krav Maga auch mit geringer Beweglichkeit absolviert werden.
  • Beim Taekwondo und Kickboxen ist Beweglichkeit ein wichtiges Kriterium, um die Kampfsportart auf längere Sicht erfolgreich auszuüben.

Verbreitung

Wie weit ist welche Kampfsportart verbreitet?

Beschreibung: Wie groß ist Verbreitung in Deutschland bzw. weltweit, wie einfach lässt sich eine geeignete Trainingsstätte außerhalb von Großstädten finden.

  • Sehr gute Verbreitung, auch in kleineren Orten haben sich bereits Vereine gebildet. Das gilt für Judo, wie auch für Karate.
  • Taekwondo holt auf. Seit der Einführung bei Olympia steigt die Beliebtheit immer weiter an.
  • Vereine im Kickboxen finden sich immer häufiger, da die Kombination aus Fitness und Selbstverteidigung lockt.
  • Krav Maga ist zwar auf dem Vormarsch, aber bisher überwiegend in Großstädten genügend vertreten.

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